Krisenflieger 737 Boeing-Manager geht vorzeitig in Rente

Eric Lindblad leitet erst seit einem Jahr das 737-Programm bei Boeing, das wegen zwei Abstürzen in der Kritik steht. Nun geht der 57-Jährige in den Ruhestand.

Eric Lindblad (Mai 2016): Ruhestand nach 34 Jahren bei Boeing
Elaine Thompson/ AP

Eric Lindblad (Mai 2016): Ruhestand nach 34 Jahren bei Boeing


Der für das kriselnde 737-Flugzeugprogramm zuständige Boeing-Manager Eric Lindblad geht nach weniger als einem Jahr im Amt in Rente. Das teilte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Kevin McAllister, am Donnerstag in einem Schreiben an die Mitarbeiter mit.

Die 737-Serie hat den amerikanischen Konzern nach zwei Abstürzen der jüngsten Baureihe Max in eine schwere Krise gebracht. Bei den Unglücken im Oktober 2018 in Indonesien und im März 2019 in Äthiopien waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem ist das Modell Boeing 737 Max weltweit mit einem Flugverbot belegt.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Unglücken und Lindblads Abgang besteht, ist aber unklar. Laut McAllisters Memo hatte der 57-Jährige schon im vergangenen Jahr den Wunsch geäußert, in den Ruhestand zu gehen. Lindblad ist seit 34 Jahren bei Boeing Chart zeigen und hatte die Leitung des 737-Programms im August 2018 angetreten. Seinen Posten soll mit Mark Jenks ein weiterer langjähriger Boeing-Manager übernehmen.

aar/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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janne2109 12.07.2019
1. verständlich
is verständlich, Hr. Zetsche ist auch gegangen bevor die schlechten Zahlen kamen
birdie 12.07.2019
2. Ein Bauernopfer allein genügt nicht, um ...
die substantielle Systemkrise bei Boeing zu überwinden.
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