Erwartungen übertroffen Rekordquartal für Intel, Gewinnrückgang bei Ebay

Flaute in der PC-Branche? Bei Intel ist davon nichts zu spüren: Der Halbleiter-Konzern freut sich erneut über ein fettes Umsatzplus. Beim Online-Auktionshaus Ebay könnte es ähnlich sein, doch ein Gewinneinbruch trübt die ansonsten gute Quartalsbilanz.

Intel-Hauptquartier in Santa Clara: Guter Ausblick trotz schwacher PC-Branche
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Intel-Hauptquartier in Santa Clara: Guter Ausblick trotz schwacher PC-Branche


Santa Clara/San José - Der weltgrößte Halbleiter-Konzern Intel scheint immun gegen den allgemein schwächelnden Verkauf von Computern zu sein. Zum fünften Mal hintereinander hat das Unternehmen ein Rekordgeschäft eingefahren. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 13,0 Milliarden Dollar, wie Intel am Mittwoch mitteilte.

Nach den Worten von Firmenchef Paul Otellini profitierte der Konzern dabei indirekt vom Boom der Smartphones und Tablet-Computer: Weil die mobilen Geräte viel Internetverkehr erzeugen, müssen die Rechenzentren ausgebaut werden; und in den dortigen Riesenrechnern wiederum stecken leistungsfähige Intel-Prozessoren.

Allerdings stiegen die Kosten für Intel Chart zeigen gleichzeitig steil an: besonders für die Herstellung der Chips, aber auch für Forschung und Entwicklung oder fürs Marketing. Entsprechend verbesserte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um zwei Prozent auf unterm Strich annähernd drei Milliarden Dollar.

Ebay verzeichnet Gewinnrückgang

Der Gewinn des Internetauktionshauses Ebay hingegen, das am Abend ebenfalls seine aktuellen Zahlen vorlegte, ist deutlich zurückgegangen. Dieser lag für das Ende Juni beendete Quartal lag bei 283,4 Millionen Dollar oder 22 US-Cents pro Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 412 Millionen Dollar gewesen - ein Rückgang um satte 31 Prozent.

Grund dafür seien Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Serviceunternehmens GSI Commerce, erklärte Ebay Chart zeigen. Die Erwartungen der Analysten wurden dennoch übertroffen. Der Umsatz legte den Angaben zufolge um 25 Prozent zu auf 2,76 Milliarden Dollar. Ebay profitierte dabei vor allem von seinem Online-Bezahldienst PayPal, der im vergangenen Quartal erstmals eine Milliarde Dollar Umsatz machte.

can/dpa/dapd/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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aug apfel, 21.07.2011
1. -
Grund dafür seien Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Serviceunternehmens GSI Commerce... aber sicher doch...ich und fast alle aus meinem Bekanntenkreis haben im letzten Jahr ebay den Rücken gekehrt, zumindest was das Verkaufen angeht. Horrende Gebühren, nervtötende Automails und Mahnungen, des Verbot, Paypalgebühren in den Verkaufspreis miteinzurechnen, dazu das unmögliche Verhalten von Paypal, bei völlig unbegründeten " Verdachtsmomenten" Guthaben zu sperren, haben mich definitiv vertrieben. Kleinanzeigen sind kostenlos, unkompliziert und man wird weder bevormundet, abkassiert oder gegängelt. Was als gute Idee begann endete wie fast immer in einem gierigen corporate monster, das sein eigenen Kunden frisst. Paypals Verhalten gehört ausserdem endlich einer rechtlichen Prüfung unterzogen.
dani216 21.07.2011
2. eBay
ist mittlerweile für den privaten Verkäufer uninteressant geworden. Zu kompliziert, zu überfrachtet und zu teuer. Eh dass ich heute was mit einer Erwartung von 15 bis 20 Euro verkaufe, lasse ich es lieber beim nächsten Sperrmüll mit abholen, das ist allemal weniger arbeit (fotografieren, einstellen, Rückfragen beantworten, einpacken, zur Post bringen) und ich muß mich auch nicht noch über die überzogenen Gebühren ärgern, die ich vom Verkaufserlös an eBay abführen muß. Und wenn man etwas kaufen will, ist das zwischenzeitlich auch anderweitig günstig möglich, z.B. über Amazon. eBay war und ist eine klasse Idee, die ihre beste Zeit leider hinter sich hat, weil sie von gierigen Managern Stück für Stück kaputt gemacht wird.
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