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15. April 2019, 13:08 Uhr

Betrugsverdacht bei Dexcar

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Essener Mietwagenfirma

Kunden sollen um ihr Geld geprellt worden sein: Ein Mietwagenunternehmen aus Nordrhein-Westfalen steht im Verdacht, Autofahrer betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Essener Mietwagenfirma Dexcar steht unter Betrugsverdacht. Die Staatsanwaltschaft Bochum führt ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Autovermietung sowie gegen einen externen Vermittler.

Sie würden verdächtigt, sich des Betruges sowie der strafbaren Werbung schuldig gemacht zu haben, teilte eine Sprecherin der Anklagebehörde mit, ohne die Namen der Firmen zu nennen.

Dexcar-Geschäftsführer Marco Gai bestätigte am Abend gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Ermittlungen. Zuvor hatte er der dpa zufolge gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" und dem WDR, die über den Fall berichtet hatten, alle Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Firma sei Opfer einer Verleumdungskampagne.

Zeitung: "Vielzahl von Kunden" betroffen

Das Unternehmen könnte laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft Zehntausende Autofahrer in mehreren europäischen Ländern mittels eines Schneeballsystems geprellt haben. Im ganzen Bundesgebiet seien "eine Vielzahl von Kunden" betroffen, berichtete die "Süddeutsche" unter Berufung auf die Anklagebehörde.

Der Zeitung zufolge bietet das Unternehmen Autofahrern für eine Einmalzahlung an, immer wieder ein neues Mietauto zu fahren - nach einer Wartezeit von maximal zwei Jahren. Viele Kunden warteten jedoch vergebens auf ihre Autos. In Österreich und Italien laufen laut dem Bericht ebenfalls Ermittlungen; die Kartellbehörde in Rom habe bereits eine Strafe von 400.000 Euro verhängt.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft teilte lediglich mit, aufgrund der laufenden Ermittlungen würden derzeit keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben.

apr/dpa

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