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27. Mai 2013, 07:12 Uhr

Beschwerde von Mobilfunkanbietern

EU überprüft Apples iPhone-Verträge

Verstößt Apple beim Vertrieb seiner iPhones gegen europäisches Wettbewerbsrecht? Diesem Verdacht geht die EU-Kommission nach. Mehrere Mobilfunkbetreiber hatten sich beschwert, der US-Konzern stelle in seinen Verträgen strenge Bedingungen.

London - Die EU-Kommission prüft, ob Apple beim Verkauf seiner iPhones Wettbewerbsverzerrung betreibt. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf entsprechende Dokumente. Hintergrund seien Beschwerden von Mobilfunkbetreibern. Demnach stelle der US-Konzern in seinen Verträgen sicher, dass kein Konkurrent bessere Vertriebsbedingungen erhalte.

Die EU-Kommission habe den Mobilfunkanbietern nun neun Seiten mit Fragen geschickt. Sie sollen unter anderem beantworten, ob Apple sie zwinge, eine Mindestanzahl von iPhones zu kaufen und ob es Beschränkungen beim Marketing gebe. Eine weitere Frage laute, ob Apple in seine Verträge eine Klausel schreibe, dass kein anderer Hersteller bessere Bedingungen erhalten dürfe. Zudem geht die Kommission dem Verdacht nach, ob Apple das iPhone mit technischen Beschränkungen versehen habe - mit der Folge, dass sie nicht auf das europäische 4G-Netz zugreifen können.

Der Zeitung zufolge gibt es in der Mobilfunkbranche schon länger Unmut über die kompromisslose Haltung von Apple. Mehrere Manager aus der Branche hätten sich bei der EU-Kommission beschwert. Apple kontrolliere den Vertrieb seiner Geräte massiv, besonders wenn der Konzern ein neues Produkt herausgebracht habe.

Der Apple-Konzern erklärte, seine Verträge entsprächen den EU-Bestimmungen. Bevor die EU-Kommission ein formelles Verfahren starten kann, müsste sie sicher sein, dass Apple eine dominante Rolle auf dem europäischen Smartphone-Markt innehat. Angesichts der Popularität des Smartphones Galaxy von Samsung Electronics dürfte das allerdings schwer zu beweisen sein.

cte/Reuters

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