Beschwerde von Mobilfunkanbietern EU überprüft Apples iPhone-Verträge

Verstößt Apple beim Vertrieb seiner iPhones gegen europäisches Wettbewerbsrecht? Diesem Verdacht geht die EU-Kommission nach. Mehrere Mobilfunkbetreiber hatten sich beschwert, der US-Konzern stelle in seinen Verträgen strenge Bedingungen.

Apple Store in New York: EU-Kommission befragt Mobilfunkanbieter
REUTERS

Apple Store in New York: EU-Kommission befragt Mobilfunkanbieter


London - Die EU-Kommission prüft, ob Apple beim Verkauf seiner iPhones Wettbewerbsverzerrung betreibt. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf entsprechende Dokumente. Hintergrund seien Beschwerden von Mobilfunkbetreibern. Demnach stelle der US-Konzern in seinen Verträgen sicher, dass kein Konkurrent bessere Vertriebsbedingungen erhalte.

Die EU-Kommission habe den Mobilfunkanbietern nun neun Seiten mit Fragen geschickt. Sie sollen unter anderem beantworten, ob Apple sie zwinge, eine Mindestanzahl von iPhones zu kaufen und ob es Beschränkungen beim Marketing gebe. Eine weitere Frage laute, ob Apple in seine Verträge eine Klausel schreibe, dass kein anderer Hersteller bessere Bedingungen erhalten dürfe. Zudem geht die Kommission dem Verdacht nach, ob Apple das iPhone mit technischen Beschränkungen versehen habe - mit der Folge, dass sie nicht auf das europäische 4G-Netz zugreifen können.

Der Zeitung zufolge gibt es in der Mobilfunkbranche schon länger Unmut über die kompromisslose Haltung von Apple. Mehrere Manager aus der Branche hätten sich bei der EU-Kommission beschwert. Apple kontrolliere den Vertrieb seiner Geräte massiv, besonders wenn der Konzern ein neues Produkt herausgebracht habe.

Der Apple-Konzern erklärte, seine Verträge entsprächen den EU-Bestimmungen. Bevor die EU-Kommission ein formelles Verfahren starten kann, müsste sie sicher sein, dass Apple eine dominante Rolle auf dem europäischen Smartphone-Markt innehat. Angesichts der Popularität des Smartphones Galaxy von Samsung Electronics dürfte das allerdings schwer zu beweisen sein.

cte/Reuters

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Seite 1
spon-facebook-1042315120 27.05.2013
1. Gonzo
nur ihr könnt diese Apple Diktatur beenden. Kauft euch Samsung, HTC sonst was aber keine Iphones. Wenn die Verkäufe massiv zurückgehen ,wird Apple an eure Füsse gekrochen kommen und alles akzeptieren.
spon-facebook-1042315120 27.05.2013
2. Gonzo
nur ihr könnt diese Apple Diktatur beenden. Kauft euch Samsung, HTC sonst was aber keine Iphones. Wenn die Verkäufe massiv zurückgehen ,wird Apple an eure Füsse gekrochen kommen und alles akzeptieren.
LaPoldi 27.05.2013
3.
"Demnach stelle der US-Konzern in seinen Verträgen sicher, dass kein Konkurrent bessere Vertriebsbedingungen erhalte." Das ist ja wohl die kernaussage der Beschwerde, oder sehe ich das falsch? Also wo ist das Problem, ich verstehe es nicht?
DocEmmetBrown 27.05.2013
4.
Dann sollen die Betreiber halt die Verträge nicht unterschreiben. Zitat: "Bevor die EU-Kommission ein formelles Verfahren starten kann, müsste sie sicher sein, dass Apple eine dominante Rolle auf dem europäischen Smartphone-Markt innehat. Angesichts der Popularität des Smartphones Galaxy von Samsung Electronics dürfte das allerdings schwer zu beweisen sein." Eben. Apple hat noch eine starke Rolle auf dem US-Markt. Dominierend aber auch dort nicht. Dominierend auf dem europäischen Markt und gerade im Hype sind Google und Samsung. Allerdings auch nicht weniger beängstigend.
ijf 27.05.2013
5. naja
Da ist wohl eher das problem, dass die Platzhirsche und global player der Telekommunikation kaum zugeben werden wollen, dass ein Lieferant ihnen die Bedingungen diktiert...
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