Euro-Krise Schäuble will Mittelstandshilfe für Portugal und Italien

Im Kampf gegen Arbeitslosigkeit hat Bundesfinanzminister Schäuble Portugal und Italien Hilfe zugesagt. Durch eine schnelle Kreditvergabe sollen kleine und mittelständische Unternehmen in den Krisenstaaten unterstützt werden.

Hamburg - Nach Spanien sollen auch Portugal und Italien Mittelstandshilfen aus Deutschland bekommen können. Das sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) der "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung vom Samstag. Die Bundesregierung wird demnach kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort durch Kreditvergabe helfen.

Einen entsprechenden Plan für Spanien im Umfang von 800 Millionen Euro hatte Schäuble vor kurzem dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorgestellt. Demnach gibt die bundeseigene Förderbank KfW ein entsprechendes Globaldarlehen an ihr spanisches Pendant ICO weiter, die das Geld dann an die Betriebe verleiht.

"Ich habe meinem portugiesischen Kollegen bereits gesagt: Das könnt ihr auch alles haben", sagte Schäuble der "WiWo" salopp. Der Minister will außerdem auch italienischen Regierungsvertretern das Konzept anbieten.

Schwieriger ist es dem Bericht zufolge, auch Griechenland auf diesem Weg zu helfen, da der Euro-Krisenstaat über keine geeignete eigene Förderbank verfügt. Schäuble trifft sich am Freitag in Rom mit den Finanz- und Arbeitsministern aus Frankreich und Italien.

Schäuble sieht die Lage der Eurozone offensichtlich nicht ganz so optimistisch wie der französische Staatspräsident François Hollande. Der hatte bei einem Staatsbesuch in Japan am Samstag gesagt, dass die Euro-Krise beendet sei. Gleichzeitig gab er zu, dass noch immer Maßnahmen getroffen werden müssten, um das Wachstum in der Euro-Zone zu forcieren.

mhe/afp/ap