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Farnborough Airshow: Leistungsschau der Luftfahrt

Foto: PETER NICHOLLS/ REUTERS

Kampfjet "Tempest" Briten planen eigenen Eurofighter-Nachfolger

Der Brexit wirft auch in der Rüstungsindustrie seine Schatten voraus. Bei der Luftfahrtmesse in Farnborough stellt Großbritannien eine mögliche Alternative zum Gemeinschaftsprojekt Eurofighter vor.

Großbritannien will mit einem eigenen Modell ins Rennen um die Nachfolge für den europäischen Kampfjet Eurofighter gehen. Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough bei London stellte Verteidigungsminister Gavin Williamson zusammen mit den Unternehmen BAE Systems  , Leonardo, MBDA und Rolls-Royce   ein Modell des geplanten Flugzeugs in Originalgröße vor, das im Jahr 2035 einsatzbereit sein könnte.

Ob der Flieger tatsächlich gebaut wird, soll bis 2025 entschieden werden. Bis dahin will die Regierung zwei Milliarden britische Pfund (2,26 Mrd Euro) in die Untersuchung und Vorentwicklung stecken.

Deutschland und Frankreich hatten sich bei der Frage eines neuen Kampfjets nach dem Brexit-Entscheid zum EU-Austritt von den Briten wegbewegt. Der europäische Airbus-Konzern   und der Flugzeugbauer Dassault   wollen gemeinsam einen Eurofighter-Nachfolger entwickeln. Die Briten - beim Eurofighter noch mit im Boot - könnten dabei außen vor bleiben. Zuletzt hatten sich Politiker und Unternehmen aus der EU wieder offener für eine britische Beteiligung gezeigt.

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Farnborough Airshow: Leistungsschau der Luftfahrt

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Das Bündnis "Tempest" der Royal Air Force mit den Herstellern BAE Systems, Leonardo, MBDA und Rolls-Royce soll das Flugzeug entwickeln. Bis 2020 sollen zunächst die Anforderungen geklärt werden. Geplant ist, dass der Jet die bestehende Eurofighter-Flotte ergänzt und möglicherweise ersetzt. Die Mehrzweck-Kampfjets des Typs F-35 von Lockheed Martin  , die die Briten ebenfalls bestellt haben, sollen den neuen Flieger im Einsatz ebenfalls gut ergänzen.

Den Briten geht es dabei neben der Unabhängigkeit auch um den Erhalt von rund 18.000 Arbeitsplätzen im eigenen Land. BAE Systems baut in Kooperation etwa mit Airbus einen Teil der Eurofighter, und auch am F-35-Programm ist der Konzern beteiligt. Die Briten halten für ihren Flieger auch nach weiteren Partnerländern Ausschau - etwa Schweden, wo der Flugzeugbauer Saab den Kampfjet Gripen fertigt.

Angesichts der Unklarheiten um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und dadurch drohende Handels- und Zollschranken hatte Airbus   seine Präsenz auf der Insel infrage gestellt. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern beschäftigt in Großbritannien rund 14.000 Mitarbeiter. In den britischen Werken Filton und Broughton werden alle Flügel der Airbus-Verkehrsjets entworfen und hergestellt. An der britischen Zulieferkette hängen Konzernangaben zufolge rund 110.000 Jobs.

Im Video: Eurofighter im Einsatz

SPIEGEL TV
dab/dpa
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