Eurowings Gewerkschaft sagt Streiks ab

Im zähen Tarifstreit bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings ändert die Gewerkschaft Ufo ihre Taktik. Sie hat Streiks für diese Woche abgesagt - und drängt die Airline zu einer Schlichtung durch Matthias Platzeck.

Eurowings-Flugbegleiter bei einer Kundgebung
DPA

Eurowings-Flugbegleiter bei einer Kundgebung


Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo sagt die für diese Woche angekündigten Streiks bei Eurowings ab. Die beiden ursprünglich geplanten Ausstände bei der Lufthansa-Billigtochter sollten nicht mehr stattfinden, sagte Ufo-Vorstandsmitglied Nicoley Baublies. Stattdessen setze Ufo wieder auf Verhandlungen.

Deshalb schlage die Gewerkschaft dem Eurowings-Vorstand vor, unter der Leitung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, mit den Verantwortlichen eine Einigung zur weiteren Vorgehensweise zu versuchen. Platzeck war bereits beim Mutterkonzern Lufthansa als Schlichter erfolgreich.

Der Tarifstreit hatte sich zuletzt zugespitzt. Ufo warf Eurowings vor, Beschäftigte während der ganztägigen Streiks am Donnerstag vergangener Woche zum Streikbrechen aufgefordert zu haben. "Die Arbeitgeber gießen nur Öl ins Feuer", hatte Baublies gesagt.

Der Arbeitskonflikt köchelt bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Flugbegleiter. Die Airline steuert mit 23 Flugzeugen von Düsseldorf und Hamburg Ziele in Europa an.

Die Arbeitsniederlegungen beim Billigableger des Lufthansa-Konzerns hatten an dem Streiktag einen großen Teil des Flugbetriebs bei Eurowings lahmgelegt. Insgesamt wurden 393 von 551 geplanten Eurowings-Flügen vor allem in Düsseldorf, Köln/Bonn, Stuttgart, Hamburg und Berlin gestrichen. Auch im Europaverkehr soll es zu erheblichen Behinderungen gekommen sein.

kig/Reuters/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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noalk 31.10.2016
1. abstruser Vorwurf
Zitat; "Ufo warf Eurowings vor, Beschäftigte während der ganztägigen Streiks am Donnerstag vergangener Woche zum Streikbrechen aufgefordert zu haben." --- Ja und? Wo steht geschrieben, dass ein Arbeitgeber das nicht dürfe? Früher kam es vor, dass Arbeitgeber die nichtstreikenden Arbeitnehmer aufforderten, mitzustreiken. Das war den Gewerkschaften auch nicht recht. Wie man's macht, ist's verkehrt. (Vorsicht: Ironie!)
INGXXL 01.11.2016
2. Na sind
Sie doch zur Vernunft gekommen. Haben vielleicht gemerkt, das sie an den Ast sägen auf dem sie sitzen
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