Chinesischer Immobilienkonzern Evergrande-Gläubiger warten offenbar noch immer auf ihr Geld

Investoren zufolge ließ der chinesische Immobilienkonzern die Gnadenfrist für eine Anleihe verstreichen. Das Unternehmen hatte im Vorfeld bereits vor Zahlungsschwierigkeiten gewarnt.
Evergrande-Zentrale in Shenzen (Archivbild)

Evergrande-Zentrale in Shenzen (Archivbild)

Foto: via www.imago-images.de / imago images/Kyodo News

Mehrere Geldgeber des hoch verschuldeten chinesischen Immobilienriesen Evergrande haben nach dem Ablauf einer Nachfrist zuletzt weiter auf eine fällige Zinszahlung gewartet.

Zwei Inhaber von US-Dollar-Anleihen der Evergrande-Tochter Scenery Journey hätten nach eigenen Angaben bis Dienstagnacht New Yorker Zeit noch keine Zahlung erhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Morgen. Befürchtet wird ein Zahlungsausfall.

Die Zinsen der beiden Anleihen in Höhe von 41,9 Millionen und 41,6 Millionen Dollar waren eigentlich am 6. November fällig. Eine Nachfrist von einem Monat war an diesem Montag abgelaufen. Die beiden Anleihegläubiger wollten Bloomberg zufolge nicht namentlich genannt werden. Evergrande habe zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme reagiert.

Evergrande selbst hatte am späten Freitagabend vor möglichen Zahlungsschwierigkeiten gewarnt. Nach einer Überprüfung der Finanzmittel könne keine Garantie gegeben werden, dass die Gruppe über ausreichende Mittel verfüge, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, hieß es in einer Mitteilung.

mic/dpa-afx
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