Chinesischer Finanzkonzern in der Krise Evergrandes E-Auto-Tochter geht das Geld aus

Der chinesische Finanzkonzern Evergrande hat Geldsorgen. Nun warnt die Elektroauto-Sparte des Konzerns davor, dass Mitarbeiter bald nicht mehr bezahlt werden können, wenn sich nicht schnell ein Investor findet.
Prototype der Evergrande-Autotochter (Archivbild): Große Pläne, große Probleme

Prototype der Evergrande-Autotochter (Archivbild): Große Pläne, große Probleme

Foto: Bloomberg / Getty Images

Dass der chinesische Mischkonzern Evergrande in Geldnot steckt, ist bekannt. Doch nun zeigt eine Mitteilung der Elektroauto-Sparte, wie dünn das finanzielle Polster des Unternehmens offenbar ist: Man sei bald nicht mehr in der Lage, die Gehälter der Belegschaft zu bezahlen, wenn sich nicht zeitnah ein Käufer oder Investor findet, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Rede sei von einer »ernsten Knappheit an Finanzmitteln«.

Die Elektroauto-Sparte namens »New Energy Vehicle Group« ist nur ein kleiner Baustein des chinesischen Mischkonzerns. Das Start-up hatte sich 2019 zum Ziel gesetzt, binnen fünf Jahren Tesla-Chef Elon Musk als wichtigsten Elektroautobauer zu überholen. Zwar stellte die Firma auf der Automesse von Shanghai gleich mehrere neue Modelle unter der Marke »Hengchi« vor, die Serienproduktion lässt aber noch auf sich warten. So stand im ersten Halbjahr laut Medienberichten unter dem Strich ein Verlust von umgerechnet 744 Millionen Dollar.

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Die Evergrande-Gruppe steht bei Anlegern mit mehr als 300 Milliarden Dollar in der Kreide. Eine Frist zur Überweisung fälliger Anleihezinsen ließ das Unternehmen am Freitag verstreichen. Anleger fürchten, dass sich eine Pleite des Konzerns zu einer Finanzkrise in China ausweiten könnte.

mic/Reuters
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