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17. September 2013, 15:20 Uhr

1,7 Millionen Euro

Ex-Flughafenchef Schwarz klagt auf Gehalt bis 2016

28.000 Euro monatlich, 1,7 Millionen in den kommenden drei Jahren: Ex-Flughafenchef Rainer Schwarz klagt auf die Fortzahlung seines Gehalts. Er soll für das Chaos um den Hauptstadtflughafen mitverantwortlich sein.

Berlin - Das Chaos um den geplanten Hauptstadtflughafen hat ihn den Job gekostet, auf sein Gehalt will der ehemalige Flughafenchef Rainer Schwarz aber nicht verzichten: Vor dem Berliner Landgericht reichte er Klage auf eine Fortzahlung seines Gehalts bis 2016 ein. Das betrug monatlich 28.000 Euro, inklusive Altersvorsorge kommt in dem Zeitraum eine Summe von 1,7 Millionen Euro zusammen. Im vergangenen Jahr bekam der damalige Geschäftsführer des Berliner Großflughafens BER laut Geschäftsbericht der Flughafengesellschaft 569.000 Euro ausgezahlt.

Schwarz wird maßgeblich für die mehrfach geplatzte Verschiebung des Eröffnungstermins verantwortlich gemacht. Der seit 2006 amtierende Manager war immer stärker unter Druck geraten, nachdem die zuletzt auf 27. Oktober verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens geplatzt war. Vor allem der Bund als Mitgesellschafter hatte massiv auf eine Ablösung gedrängt. Im Januar wurde er zunächst von seinem Posten abberufen, im Juni folgte die fristlose Kündigung. Ein Anwaltsgutachten habe die "wichtigen Gründe" für diesen Schritt belegt, hieß es damals.

Die Gehaltsklage von Schwarz wird am 31. Oktober vor dem Landgericht verhandelt, sagte ein Gerichtssprecher. Das Verfahren werde zunächst als sogenannter Urkundenprozess geführt. Dabei legen Kläger und Beklagte ihre Dokumente schriftlich vor. Das Gericht könnte dann ein Urteil unter Vorbehalt fällen. Möglich sei aber später eine Fortsetzung als reguläres Verfahren mit einer mündlichen Verhandlung. Ob ihm zudem noch Schadensersatzforderungen drohen und wenn ja, ob diese von einer Versicherung gedeckt werden, ist nicht klar.

vks/dpa

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