Expansionsstrategie Taxi-Schreck Uber mit 40 Milliarden Dollar bewertet

Der Fahrdienst-Vermittler Uber bereitet sich auf den Sprung nach Asien vor. Die Geldgeber sind von dieser Strategie so überzeugt, dass sie dafür 1,2 Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Der Wert der Firma erreicht schwindelerregende Höhen.

App der Onlinepattform Uber: weniger Regeln, mehr Konkurrenz
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App der Onlinepattform Uber: weniger Regeln, mehr Konkurrenz


San Fancisco - Das kalifornische Internetunternehmen Uber hat weitere Mittel eingesammelt, um sein aggressives internationales Wachstum zu finanzieren. 1,2 Milliarden Dollar habe sich das Unternehmen bei Anlegern besorgt, teilte Uber-Chef Travis Kalanick am Donnerstag im Firmenblog mit. "Diese Finanzierung wird Uber substanzielle Investitionen ermöglichen, insbesondere in der Asien-Pazifik-Region."

Laut "Fortune" laufen zudem noch Verhandlungen mit Investoren über weitere Anleihen, so dass das Finanzierungsvolumen auf bis zu 1,8 Milliarden Dollar steigen könne. Uber habe die Investmentbank Goldman Sachs angeheuert, um Geld einzuwerben, berichtete das US-Finanzmagazin. Uber würde bei der Finanzierungsrunde mit 40 Milliarden Dollar bewertet werden.

Uber hatte sich zuletzt im Juni 1,2 Milliarden Dollar bei Investoren geholt. Dabei wurde die Firma mit 17 Milliarden Dollar bewertet, was damals schon als außergewöhnlich viel empfunden wurde. Die Geldgeber trauen Uber zu, mit seiner Plattform neben der Taxi-Branche auch die Logistik umzukrempeln.

Rasanter Expansionskurs

Uber befindet sich auf rasantem Expansionskurs und ist inzwischen nach eigenen Angaben in 50 Ländern präsent. Uber vermittelt mit Hilfe einer Smartphone-App Fahrten mit Chauffeuren, aber auch mit privaten Fahrern. Vielerorts gibt es jedoch Clinch mit dem Taxi-Gewerbe und Behörden. Sie werfen dem Start-up unfairen Wettbewerb vor.

Das Interesse der Investoren ist umso bemerkenswerter, da Uber zuletzt besonders starker Kritik ausgesetzt war. Ein Top-Manager hatte mit Gedankenspielen über Schmutzkampagnen gegen kritische Journalisten für Empörung gesorgt. Uber-Chef Kalanick räumte in seinem jüngsten Blog-Eintrag Fehler ein. Mit dem rasanten Wachstum hätten auch die Belastungen für sein Unternehmen stark zugenommen.

"Fehler zu erkennen und aus ihnen zu lernen, das sind die ersten Schritte", schreibt Kalanick. Uber müsse deshalb in Wandel investieren und Beratung suchen, um herauszufinden, welche Anpassungen notwendig seien. "Zum Glück ist rasches Handeln etwas, wo Uber glänzt, und wir werden in den nächsten Monaten Veränderungen vornehmen."

mik/dpa-AFX

insgesamt 82 Beiträge
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Seite 1
European 05.12.2014
1. Ein sicheres Indiz für die Überhitzung der Kapitalmärkte
ist das. Einen quasi wertlosen Betrieb in eine Reihe mit Unternehmen wie BASF zu stellen ist typisch für die manische Phase an der Börse. Der nöchste Knall kommt, ob in einigen Tagen oder Jahren wird sich zeigen.
derandereblick 05.12.2014
2. Der Wahnsinn geht weiter
Uber stellt nichts her, produziert nichts, sondern vermittelt nur, genau so wie Google oder Facebook, und ist mehr wert als Unternehmen, die Lebens- oder Arzneimittel oder Dialysegeräte herstellen. Die Krise der Warenwirtschaft schreitet weiter voran, bis man eines Tages merkt, dass man Bits und Bytes nicht essen kann.
muellerthomas 05.12.2014
3.
Zitat von Europeanist das. Einen quasi wertlosen Betrieb in eine Reihe mit Unternehmen wie BASF zu stellen ist typisch für die manische Phase an der Börse. Der nöchste Knall kommt, ob in einigen Tagen oder Jahren wird sich zeigen.
Na das ist ja eine super Prognose. Irgenwann wird es einen nicht näher definierten "Knall" geben.
peter78 05.12.2014
4. Aber für Mindestlohn ist angeblich kein Geld da
Dabei wissen die oberen 10000 nicht mehr wohin mit ihrem vielen Geld; sie investieren aus lauter Verzweifelung in alles und jedes, was irgendwie hip und app aussieht.
Sibylle1969 05.12.2014
5. Dax-Unternehmen
Mit dieser Bewertung ist Uber mehr wert als 10 Dax-Unternehmen. M.e durch nichts gerechtfertigt
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