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Crowdinvesting-Plattform Exporo So werden Kleinanleger in riskante Immobiliengeschäfte gelockt

Mit Exporo kann jeder in Bauprojekte investieren. Das Unternehmen verspricht hohe Renditen. Doch im schlimmsten Fall droht der Totalverlust.
aus DER SPIEGEL 7/2020
Berlin: Blick auf die Baukräne (Symbolfoto)

 Berlin: Blick auf die Baukräne (Symbolfoto)

Foto: Jörg Carstensen/ dpa

Christian Horn arbeitet für ein großes Logistikunternehmen und verdient nicht schlecht, doch um seine Altersvorsorge sorgt sich der Betriebswirt schon länger. "Auf klassischen Sparkonten bekommt man nichts mehr, da muss man sich nach Alternativen umschauen", sagt Horn, der seinen echten Namen nicht veröffentlicht sehen möchte.

Vor zwei Jahren sah der 38-Jährige im Fernsehen einen Werbespot der Firma Exporo und war "sofort angefixt", wie er sagt. Darin hieß es, Anleger könnten sich auf der Internetplattform schon ab 500 Euro an Immobilienprojekten beteiligen. Sechs Prozent Zinsen im Jahr stellte Exporo in Aussicht - ein verlockendes Investment. Horn musste auf der Website lediglich eines der vielen Immobilienprojekte auswählen und dann noch ein paarmal klicken. Binnen zwei Jahren investierte er rund 20.000 Euro, verteilt auf 44 Neubauprojekte. Darunter ein Pflegeheim, eine Kita und Studentenwohnungen.

In den ersten zwei Jahren lief alles glatt, Horn bekam etwa 1200 Euro Zinsen von Exporo ausgezahlt. Doch seit einigen Monaten wachsen seine Zweifel an der Seriosität der Plattform. Eigentlich hätte er im Oktober rund 580 Euro aus dem Bau einer Immobilie in Greifswald bekommen sollen. Ende Oktober teilte ihm Exporo mit, der Projektentwickler benötige erst eine Anschlussfinanzierung, um die Anleger auszuzahlen. Das Geld blieb monatelang aus.

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