Monatsbericht EZB bekräftigt Niedrigzinsversprechen

Die Europäische Zentralbank wird die Leitzinsen noch für einen längeren Zeitraum niedrig halten. Inflation sei mittelfristig nicht zu erwarten und die Wirtschaft im Euro-Raum weiterhin schwach, begründete der Rat der Notenbank die Entscheidung im aktuellen Monatsbericht.

EZB-Neubau in Frankfurt am Main: Zinsen bleiben niedrig
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EZB-Neubau in Frankfurt am Main: Zinsen bleiben niedrig


Frankfurt am Main - Schlechte Zeiten für Sparer: Die Zinsen werden wohl niedrig bleiben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Entscheidung bekräftigt, die Leitzinsen niedrig zu halten. "Der EZB-Rat bestätigt seine Erwartung, dass die EZB-Leitzinsen für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau verharren werden", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Diese Einschätzung beruhe auf den mittelfristig insgesamt gedämpften Inflationsaussichten vor dem Hintergrund der schwachen Wirtschaft und der verhaltenen Geldmengenentwicklung. Damit wiederholt die EZB im Wesentlichen die Aussagen von Präsident .

Die EZB versucht mit der "Forward Guidance" nach Einschätzung von Experten Einfluss auf die Kursentwicklung am Markt für europäische Staatsanleihen zu nehmen. In den vergangenen Monaten waren die Zinssätze für Anleihen vor allem der soliden Euroländer im freien Handel zum Teil kräftig gestiegen.

Die Notenbank traut der Wirtschaft im -EuroRaum allerdings auch eine schnellere Erholung zu. Der EZB-Rat sehe sich in seiner Erwartung "einer allmählichen konjunkturellen Erholung insgesamt bestätigt", schrieben die Notenbankerin dem Monatsbericht. Die Produktion dürfte im weiteren Jahresverlauf sowie im Jahr 2014 dank größerer Binnennachfrage anziehen. "Darüber hinaus dürfte die Konjunktur von einer allmählichen Zunahme der Auslandsnachfrage nach Exporten des Euroraums profitieren."

Nach jüngsten EZB-Prognosen wird 2013 die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,4 (bisher: 0,6) Prozent schrumpfen. Für 2014 geht die Notenbank von 1,0 (1,1) Prozent Wachstum aus. Die Risiken für den Wirtschaftsausblick im Euroraum seien dagegen nach wie vor "abwärtsgerichtet"

nck/dpa

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Seite 1
buerger2013 12.09.2013
1. Das
Zitat von sysopDPADie Europäische Zentralbank wird die Leitzinsen noch für einen längeren Zeitraum niedrig halten. Inflation sei mittelfristig nicht zu erwarten und die Wirtschaft im Euro-Raum weiterhin schwach begründete der Rat der Notenbank die Entscheidung im aktuellen Monatsbericht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ezb-rat-bekraeftigt-im-monatsbericht-niedrige-zinsen-fuer-laengere-zeit-a-921824.html
heisst also, die Enteignung der Sparer geht weiter und die Belastung der Steuerzahler kommt noch irgendwann obendrauff. Und die beste Regierung aller Zeiten steht voll dahinter. Die Opposition allerdings auch.
Progressor 12.09.2013
2. Nachfrage
Zitat von buerger2013heisst also, die Enteignung der Sparer geht weiter und die Belastung der Steuerzahler kommt noch irgendwann obendrauff. Und die beste Regierung aller Zeiten steht voll dahinter. Die Opposition allerdings auch.
Wer sollte denn Ihrer Meinung nach von der Regierung zur Kreditaufnahme gezwungen werden?
hanfiey 12.09.2013
3. Deutsch
Also auf Deutsch: "Die Einkommen werden weiter sinken". Nur durch die Lohnkosten könnte die Geldmenge "unten" ankommen und für Geldentwertung und steigende Preise sorgen. Das ist natürlich Unfug, die Preise werden durch die Spekulanten mit Billig Geld nach oben getrieben und das Volk zahlt die Verluste.
makrosoft 12.09.2013
4. Zinsen
Der Leitzins wird noch für eine Weile auf dem jetzigen Niveau bleiben, solange sich nicht in Europa etwas großartig ändert hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung. Naja was schlecht ist für die Sparer, ist gut für die Schuldner (niedrige Zinsen).
oszillatore 12.09.2013
5. €uropa schrumpft langsamer...
...als erwartet! Gott sei Dank, dann ist ja alles in Butter! Ich dachte schon ich müsste die AfD wählen! Wollen die uns alle verkackwursteln?!
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