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Neubau der EZB: Die Karton-Karawane

Foto: Arne Dedert/ dpa

Umzug in den Neubau Die EZB passt in 20.000 Kisten

Erste Kartons werden verladen, Laster rollen durch Frankfurt am Main. Die Europäische Zentralbank startet den Umzug in ihr neues Hauptquartier. Es gibt viel zu schleppen: rund 20.000 Kisten.

Frankfurt am Main - Was machen viele Menschen, wenn sie richtig viel Geld übrig haben? Richtig. Sie gönnen sich etwas. Eine Reise, neue Technik, ein Auto, vielleicht gar eine Immobilie. Darin gleicht der Ottonormalverbraucher also der hochherrschaftlichen Europäischen Zentralbank (EZB). Denn die finanziert sich jetzt aus ihren Gewinnen ebenfalls ein neues Haus. Und wenn man eine Bank ist, fällt das schon mal ein bisschen größer aus: Die Kosten für den Glaskoloss im Frankfurter Ostend belaufen sich schätzungsweise auf 1,2 Milliarden Euro. Die endgültigen Baukosten sollen aber frühestens Ende nächsten Jahres feststehen.

Jetzt hat der Umzug in den Doppelturm begonnen. Die ersten Kisten werden an diesem Wochenende verladen, bestätigte eine EZB-Sprecherin. Insgesamt müssen in den kommenden Wochen rund 20.000 Kartons aus drei Gebäuden in der Innenstadt in die neue Zentrale gebracht werden.

Der Umzug soll bis Ende November beendet sein. Auch EZB-Präsident Mario Draghi soll in den kommenden Wochen auf seinen neuen Arbeitsplatz im 40. Stock wechseln - eine Etage darüber wird der EZB-Rat tagen, der einmal im Monat über die Geldpolitik im Euroraum entscheidet. Die Eröffnungsfeier soll erst im kommenden Jahr stattfinden.

Der vom Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au entworfene Bau bietet Platz für 2900 Mitarbeiter. Das Gebäude ist buchstäblich ein Highlight: Die beiden gläsernen Türme sind 165 und 185 Meter hoch. Integriert in den Bau wurde die denkmalgeschützte ehemalige Großmarkthalle.

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bos/dpa
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