Facebook-Chefin Sandberg verkauft Aktien für 91 Millionen Dollar

Die Facebook-Aktie hat sich spürbar erholt - und die Geschäftsführerin profitiert auch persönlich davon: Sheryl Sandberg hat Unternehmensanteile im Wert von 91 Millionen Dollar verkauft. Dennoch bleiben ihr noch 19-mal mehr Papiere im Depot, als sie nun veräußerte.
Facebook-Chefin Sandberg: 19-mal mehr Aktien im Depot

Facebook-Chefin Sandberg: 19-mal mehr Aktien im Depot

Foto: Angelika Warmuth/ dpa

New York - Firmenchefin Sheryl Sandberg hat einen kleinen Teil ihrer Facebook-Aktien   verkauft - und damit rund 91 Millionen Dollar erlöst. Einem Online-Bericht des Fernsehsenders CNN zufolge veräußerte Sandberg in der vergangenen Woche 2,4 Millionen Papiere des sozialen Netzwerks. Das gehe aus Unterlagen der Aufsichtsbehörden hervor.

Allerdings war der Verkauf dem Bericht zufolge kein aktiver Schritt der Facebook-Geschäftsführerin. Sandberg nutze einen vordefinierten Handelsplan, dadurch habe sie keinen Einfluss auf den Zeitpunkt ihrer Verkäufe. Mit diesem Vorgehen sicherten sich Top-Manager gewöhnlich gegen Vorwürfe des Insiderhandels ab. Bereits im vergangenen Jahr hatte Sandberg etwa 50 Millionen Dollar durch Facebook-Aktienverkäufe eingenommen.

Die Aktien des sozialen Netzwerks haben in den vergangenen Wochen erheblich an Wert gewonnen. Nach dem Börsengang im Mai 2012 waren die Papiere rasch gefallen, doch nun stieg der Kurs erstmals wieder über den Ausgabepreis von 38 Dollar.

Allein seit der Vorlage der Quartalsbilanz Ende Juli legten die Aktien binnen einer Woche um mehr als ein Viertel ihres Werts zu. Facebook hatte im Zeitraum von April bis Juni 331 Millionen Dollar verdient und mit 1,8 Milliarden Dollar weit mehr Umsatz gemacht als Analysten erwartet hatten. Vor allem das Geschäft auf Smartphones und Tablet-Computern lief überraschend gut - dieser Bereich wird von den Akteuren an den Börsen besonders aufmerksam beobachtet.

Sheryl Sandberg bleiben übrigens noch genügend Facebook-Aktien im Depot. Die 2,4 Millionen nun verkauften Papiere stellen dem Bericht zufolge lediglich rund fünf Prozent ihrer Anteile an dem sozialen Netzwerk dar.

fdi
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