Trotz Skandalen Facebook macht 6,1 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

Facebook steht wegen Datenskandalen und dem Umgang mit Hasskommentaren unter Druck. Das Geschäft läuft trotzdem prächtig - das hat einen einfachen Grund.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Gute Zahlen in schwierigen Zeiten
Erin Scott / REUTERS

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Gute Zahlen in schwierigen Zeiten


Facebook Chart zeigen hat im dritten Quartal Nutzer hinzugewonnen und glänzend verdient. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz kletterte - angetrieben von boomenden Werbeeinnahmen - um 29 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar. Facebook übertraf damit klar die Erwartungen von Analysten.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer nahm um acht Prozent auf 2,45 Milliarden zu. Die Werbeerlöse schossen um 28 Prozent auf knapp 17,4 Milliarden Dollar nach oben. Das war mehr als von Fachleuten erwartet. Die Kosten stiegen um rund 32 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar. Nachbörslich legte der Kurs der Aktie zunächst deutlich zu.

Der Internetriese steht derzeit eigentlich stark unter Druck - vor der nächsten US-Präsidentschaftswahl 2020 gibt es erneut Vorwürfe, dass Facebook nicht genug gegen die Verbreitung von Propaganda und gefälschten Nachrichten unternimmt.

Außerdem droht Facebooks Prestigeprojekt, die digitale Währung Libra, zu scheitern (lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen). Immer mehr mögliche Partner ziehen sich aus dem Projekt zurück.

Auch das Thema Datenschutz verfolgt den Konzern weiter: Wegen des Cambridge-Analytica-Skandals hat der Konzern in Großbritannien an diesem Mittwoch nun doch ein Bußgeld von umgerechnet rund 580.000 Euro akzeptiert. Datenschützer sahen es als erwiesen an, dass der Konzern App-Entwicklern ohne rechtliche Basis Zugriff auf Kundendaten gewährt hatte. Das Management hat bereits angekündigt, dass neue Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre das Umsatzwachstum bremsen und zu deutlich höheren Kosten führen würden.

kko/dpa/Reuters



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