Krisengewinner Facebook steigert Gewinn um mehr als die Hälfte

Facebook ist in der Corona-Pandemie weiter gewachsen. Nicht nur die Zahl der Nutzer ist im letzten Quartal 2020 gestiegen, sondern auch Umsatz und Gewinn – Letzterer gleich um 53 Prozent.
Facebook-Logo auf einem Smartphone: Gewinnsprung um 53 Prozent

Facebook-Logo auf einem Smartphone: Gewinnsprung um 53 Prozent

Foto: OLIVIER DOULIERY / AFP

Facebook ist einer der Profiteure der Coronakrise. Ein Vorteil für das soziale Netzwerk: Angesichts geschlossener Läden brachten noch mehr Unternehmen ihre Werbung ins Netz, um im Weihnachtsgeschäft Kunden online anzulocken. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal um 33 Prozent auf knapp 28,1 Milliarden Dollar, wie das weltgrößte Internetnetzwerk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte - rund 97 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit Anzeigen. Dies ist deutlich mehr als von Analysten erwartet. Der Gewinn kletterte sogar um 53 Prozent auf 11,22 Milliarden Dollar.

Die Quartalszahlen spiegeln dabei auch den Erfolg der neuen Fokussierung auf den Onlinehandel wider. Mit Angeboten wie Instagram Shopping oder Facebook Marketplace will der von Mark Zuckerberg 2004 gegründete US-Konzern davon profitieren, dass in der Krise immer mehr Menschen online einkaufen. Zudem kamen kürzlich Kaufmöglichkeiten innerhalb von Apps hinzu.

Inzwischen zählt das Netzwerk, zu dem neben der gleichnamigen Plattform auch der Messenger WhatsApp und die Foto-Plattform Instagram gehören, monatlich 2,8 Milliarden aktive Nutzer. Damit ist mehr als jeder dritte Bewohner der Welt bei dem US-Konzern angemeldet. Für das laufende Jahr kündigte Zuckerberg neue Produkte an.

Allerdings muss sich Facebook auch mit einigen Problemen auseinandersetzen. Dazu gehört zum einen die Rolle der sozialen Medien beim Sturm auf das US-Kapitol, die Auswirkungen des Banns des früheren US-Präsidenten Donald Trump und zum anderen Wettbewerbsklagen sowie der Streit mit Apple um das neue Betriebssystem und verschärfte Datenschutzregeln.

Facebook hat als erster der großen US-Technologiekonzerne, die den Großteil ihrer Einnahmen mit Werbung erwirtschaften, Einblick ins abgelaufene Quartal gegeben. In den nächsten Tagen folgen Alphabet, Twitter, Snap sowie Pinterest.