Quartalsbilanz Facebook steigert Umsatz um 60 Prozent

Das mobile Werbegeschäft von Facebook läuft immer besser. Das zeigt sich auch am Umsatzsprung im dritten Quartal - Facebook legte um 60 Prozent zu. Die Anleger reagierten nach Börsenschluss erfreut, die Aktie stieg um 15 Prozent.

Facebook-Gründer und -CEO Zuckerberg: Freude über gute Zahlen
REUTERS

Facebook-Gründer und -CEO Zuckerberg: Freude über gute Zahlen


San Francisco - Facebook hat die Erwartungen der Anleger mit seinen Umsatzzahlen aus dem dritten Quartal dieses Jahres übertroffen. Dank weiterem Wachstum im Mobilgeschäft mit Smartphones und Tablets konnte das soziale Netzwerk seinen Umsatz um 60 Prozent auf 2,02 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1,47 Milliarden Euro) steigern. Experten hatten mit 1,9 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.

Die Facebook-Aktie Chart zeigen legte nachbörslich um 15 Prozent zu und stand bei 56,45 Dollar. Der Gewinn im dritten Quartal betrug 425 Millionen Dollar, im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 59 Millionen Dollar hinnehmen müssen.

Facebook hat nach eigenen Angaben derzeit 1,19 Milliarden Nutzer, 874 Millionen Nutzer greifen inzwischen mobil auf Facebook zu. In Deutschland sind es 25 Millionen, damit ist fast jeder zweite Internetnutzer in der Bundesrepublik mindestens einmal im Monat auf Facebook.

Das Unternehmen konzentriert sich gerade voll und ganz aufs mobile Wachstum: Immer mehr Menschen nutzen Facebook auf Smartphones und Tabletcomputern. Das hatte zeitweise das Werbegeschäft gestört und das Umsatzwachstum gebremst. Doch mittlerweile versteht Facebook es besser, Werbekunden für seine mobilen Angebote zu finden: Das Geschäft macht mittlerweile 49 Prozent der Werbeeinnahmen aus. Im dritten Quartal 2013 bedeutete das 988 Millionen Dollar, im Vorjahreszeitraum waren es nur 150 Millionen Dollar gewesen. Potential sieht das Unternehmen zudem in Video-Werbung, der Sektor könnte für einen weiteren Umsatzsprung sorgen.

Am Mittwoch sorgte ein Bericht des "Wall Street Journals" für Furore, wonach Facebook an dem angeschlagenen Smartphone-Hersteller Blackberry interessiert ist. Manager der beiden Unternehmen hätten sich in der vergangenen Woche zu Gesprächen getroffen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Kreise. Es sei allerdings unklar, ob Facebook tatsächlich ein konkretes Kaufangebot für Blackberryabgeben wolle. Der Bericht befeuerte Gerüchte, dass Facebook ein eigenes Smartphone auf den Markt bringen könnte.

cte/max/AFP/Reuters



insgesamt 18 Beiträge
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Philsten 30.10.2013
1. Facebook vs. NSA
Datenauswertung durch die NSA wird nicht akzeptiert, kommerzielle Datenauswertung durch Facebook schon. Die Nutzer akzeptieren dies, bewusst oder unbewusst. Welch ein Irrsinn. Aber wie war das schon 2010, Times - Man of the year: Mark Zuckerberg hui, Julian Assange pfui. An alle Facebook-User: Vielen Dank für eure persönlichen Daten, die Börse mag sie. Und regt euch nicht so künstlich über die NSA auf...
plagiatejäger 30.10.2013
2. Konkurrenz wäre besser
Ein dt. Facebook o. ä. Nach dt. Datenschutzrecht wäre viel besser für die Kunden - und die Arbeitsplätze würden hier geschaffen.
stasilaus 30.10.2013
3. Donnerwetter
Zahlt aber gut, die NSA. Für getürkte Werberechnungen, für die nie eine Anzeige auf der Homepage erscheint.
becky_neef 30.10.2013
4. Nachbörslich
Für jene Leser, die keine Börsenkurse verfolgen: Die Facebook-Aktie war nach Bekanntgabe der Unternehmenszahlen um 16 % in den Himmel geschossen, hat aktuell den fulminanten nachbörslichen Zuwachs aber wieder komplett abgegeben.
malu501 30.10.2013
5. Arme naive Nutzer,
mehr fällt mir dazu nicht ein.
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