Boom-Firma Facebook peilt Börsengang am 17. Mai an

Die Börsenpläne von Facebook konkretisieren sich: Insidern zufolge will das soziale Netzwerk am 17. Mai erstmals Aktien ausgeben. Der Termin könnte sich jedoch durch den Kauf des Fotodienstes Instagram verschieben.
Facebook-Chef Zuckerberg: Gesprächen mit der SEC

Facebook-Chef Zuckerberg: Gesprächen mit der SEC

Foto: ROBERT GALBRAITH/ REUTERS

Washington - Die Hinweise auf einen Börsengang von Facebook am 17. Mai verdichten sich. Das gemeinhin gut informierte Technologie-Blog TechCrunch will das Datum von mehreren mit dem Börsengang vertrauten Personen erfahren haben. In einem früheren Bericht des Senders CNBC war auch der 24. Mai als möglicher Termin im Gespräch.

Der Börsengang könnte US-Medien zufolge durch den Kauf des Fotodienstes Instagram verzögert werden. Das weltgrößte soziale Netzwerk hatte ihn Anfang April für eine Milliarde Dollar gekauft. Der Deal ist von der US-Börsenaufsicht noch nicht abgesegnet.

Neue Details wurden am Mittwoch auch zur von Facebook angestrebten Bewertung des Unternehmens bekannt. Die "New York Times" berichtet von einem geschätzten Wert von bis zu 104 Milliarden Dollar. Dies sei im Rahmen der Verhandlungen über den Kauf von Instagram besprochen worden.

Facebook hat den Preis von einer Milliarde Dollar zu 30 Prozent in Cash und zu 70 Prozent in Aktien bezahlt, berichtet die Zeitung. Dies würde einen Wert von 40 Dollar pro Aktie bedeuten. Zu diesem Wert werden Facebook-Aktien auch außerbörslich gehandelt.

Facebooks Börsengang wird als der größte eines Technologieunternehmens gehandelt. Mit 850 Millionen Nutzern ist die Plattform das größte soziale Netzwerk der Welt. In Deutschland sind über 22 Millionen Menschen auf der Plattform aktiv, in der Schweiz und in Österreich 2,7 Millionen, respektive 2,6 Millionen Menschen.

Im Jahr 2011 hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge eine Milliarde Profit gemacht bei einem Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar. Den Umsatz generiert Facebook zum Großteil mit dem Verkauf von personalisierten Werbeanzeigen.

ssu/dapd
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