Fusion Niederländer wollen größten Fahrradkonzern der Welt schmieden

Drei niederländische Fahrradbauer wollen sich zum globalen Marktführer zusammenschließen - und künftig mehr Umsatz schaffen als die bisherige Nummer eins Giant.
E-Bike von Gazelle

E-Bike von Gazelle

Der niederländische Fahrradbauer Gazelle will seine größten Konkurrenten Sparta und Batavus übernehmen. Durch die Fusion solle gemessen am Umsatz der größte Fahrradbauer der Welt entstehen, teilte der Eigentümer von Gazelle, die Pon Holding, am Dienstag in Almere mit.

Sparta und Batavus gehören zur ebenfalls niederländischen Accell Gruppe. Diese bestätigte die Gespräche. Das Familienunternehmen Pon, das vor allem als Autoimporteur bekannt ist, bietet 845 Millionen Euro.

Die Pon Holding baut pro Jahr rund 800.000 Fahrräder von zehn Marken, darunter neben Gazelle auch Raleigh und Union. 2017 wird mit einem Umsatz von 700 Millionen Euro gerechnet.

Konkurrent Accell ist mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro im Jahr 2016 deutlich größer und Marktführer in den Niederlanden, Deutschland, den USA und Großbritannien. Die Gruppe baut rund 1,5 Millionen Räder pro Jahr.

Zusammen würden Pon und Accell rund 2,3 Millionen Räder pro Jahr verkaufen und auf einen Umsatz von mittelfristig mehr als zwei Milliarden Euro kommen. Damit könnte der geplante neue Konzern den als Weltmarktführer geltenden taiwanischen Hersteller Giant übertreffen, der 2016 rund 1,75 Milliarden Euro Umsatz erreichte.

ssu/dpa
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