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Aufstieg der Familie Quandt Ohne Skrupel

Günther Quandt machte aus einer mittelständischen Tuchfirma einen Weltkonzern - ihm half die Nähe zu den Nazis. Doch später stellte er sich als Opfer des NS-Regimes dar.
aus SPIEGEL Geschichte 4/2020
Großindustrieller Günther Quandt an seinem Schreibtisch in den Vierzigerjahren

Großindustrieller Günther Quandt an seinem Schreibtisch in den Vierzigerjahren


Foto: SCHERL BILDERDIENST/ INTERFOTO

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Joachim Scholtyseck

ist Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Bonn. Er veröffentlichte das Buch: "Der Aufstieg der Quandts. Eine deutsche Unternehmerdynastie". C. H. Beck; 1183 Seiten; 39,95 Euro.

Die Quandts gehören zu den vermögendsten Familien Deutschlands. Bekannt sind sie heute vor allem als wichtige Anteilseigner von BMW. Weithin geläufig ist auch ihre Beteiligung an der Rüstungswirtschaft in der Zeit des Nationalsozialismus, als Zehntausende Zwangsarbeiter in den Quandt-Firmen eingesetzt wurden. Der Aufstieg der Industriellenfamilie begann jedoch schon wesentlich früher.

Bereits der 1849 geborene Emil Quandt war ein zielstrebiger mittelständischer Textilunternehmer und Geschäftsführer der Tuchfabrik Gebrüder Draeger im brandenburgischen Pritzwalk, inmitten der sprichwörtlichen "Streusandbüchse". Emil Quandt machte durch beharrliche Arbeit und die Heirat mit der Tochter eines Tuchmachers eine eher unspektakuläre Karriere. Mit seinen präzisen Nachfolgeregelungen legte er den Grundstein für den heutigen Familienbesitz.

Günther Quandt, der 1881 geborene älteste Sohn, hatte ein anderes Temperament als der traditionell-vorsichtige Emil Quandt. Er modernisierte und rationalisierte die Tuchfabriken, trat seinen beiden nur wenig jüngeren Brüdern gegenüber recht bestimmend auf und brach bald aus dem engen und in mancher Hinsicht provinziellen Rahmen der brandenburgischen Tuchherstellung aus.

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