Immobilien Fast jeder zweite deutsche Haushalt besitzt Haus oder Grund

Von unbebauten Grundstücken bis zu Mehrfamilienhäusern: Nahezu jeder zweite Haushalt in Deutschland besitzt laut neuen Zahlen eine Immobilie. Mit Abstand am häufigsten handelt es sich dabei um ein Einfamilienhaus.

Häuser in Aschheim bei München
imago/Sven Simon

Häuser in Aschheim bei München


In Deutschland besaßen Anfang vergangenen Jahres 47,5 Prozent der Haushalte mindestens eine Immobilie. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Anteil hat ist trotz staatlicher Eigenheimförderung leicht gesunken, vor zehn Jahren lag er bei 48,0 Prozent.

Insgesamt 31 Prozent der Haushalte besaßen ein Einfamilienhaus, das damit die häufigste Form des Immobilienbesitzes bleibt. Vierzehn Prozent besaßen Eigentumswohnungen und fünf Prozent Zweifamilienhäuser. Unbebaute Grundstücke und sonstige Gebäude (jeweils vier Prozent) sowie Mehrfamilienhäuser (zwei Prozent) gehörten zu den selteneren Formen des Immobilieneigentums. Mehrfachnennungen waren möglich.

Je mehr Menschen in einem Haushalt leben, desto eher war dort Eigentum vorhanden. So steigt der Eigentümeranteil bei Haushalten mit mindestens vier Mitgliedern auf 71 Prozent, während bei Singlehaushalten nur 31 Prozent über Immobilienbesitz verfügten.

Einer neuen Bundesbank-Studie zufolge sind deutsche Haus- und Wohnungsbesitzer deutlich reicher als Mieter-Haushalte. In Eigentümerhaushalten lag das Nettovermögen 2017 im Mittel bei 277.000 Euro, in Mieterhaushalten dagegen lediglich bei 10.400 Euro.

dab/dpa/Reuters

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hans-rai 16.04.2019
1. Im Bericht von Gestern waren...
...alle Immobilienbesitzer reich geworden. Also fast die Hälfte der Menschen in Deutschland sind jetzt "verkappte Millionäre". Die andere Hälfte danach arm - oder welchen Schluss soll man nun daraus wieder ziehen? Diese 45%-Relation gibt es doch schon seit ganz vielen Jahren. Die Neuigkeit ist demnach, dass sich daran nichts geändert hat und Deutschland weiterhin gegenüber anderen Ländern hinterherhinkt. Bedenken sollte man dabei, dass nicht alle, die es finanziell könnten, bereit sind - und es beruflich vielleicht auch gar nicht können - , sich auf einen Ort festzulegen oder lieber ihr Einkommen verbrauchen, als sich wegen dem eigenen Häuschen hoch zu verschulden.
mariakar 16.04.2019
2. Das bedeutet im Umkehrschluss,
dass eben auch jeder 2. Haushalt kein Grundvermögen besitzt und wie hier zu lesen war, der Median der deutschen Miethaushalte bei nur 10 800 Euro Vermögen liegt. 50 % Grundvermögen im Gegenzug zu 70 und 80 % in Italien oder Spanien, wie ebenfalls im Spiegel zu lesen war. Es ist deshalb eine Mär, uns vorzumachen, wir wären reich oder ein reiches Land.
fatherted98 16.04.2019
3. und?
....das heißt doch nur das wir weit unter der Eigentumsquote von z.B. Griechenland liegen....dort haben über 80% Eigentum.....wie erbärmlich ist das denn dann hier in Deutschland?
Freidenker10 16.04.2019
4.
SInd das wieder Statistiken oder fundierte Erkenntnisse? Wenn es Statistiken sind kann einer in einer Gruppe von 10 Leuten 5 Immobilien besitzen und somit besitzt theoretisch jeder zweite von diesen 10 Leuten eine Immobilie. Würde das dann eher Milchmädchenrechnung nennen...
Dr. Kilad 16.04.2019
5. Im Zusammenhang mit dem Bundesbankbericht
ergibt aus den Zahlen zum Wohneigentum: 1. dass es hier einen deutlichen Schnitt zwischen den 50 Prozent ohne bzw. 3 % Vermögen und den restlichen 50 Prozent beim Immobilieneigentum gibt. 2. dass die absolute private Verschuldung extrem hoch sein muss, da zur Gruppe der Eigentümer (rechnerisch) nahezu alle gehören, die über die (armen) 50 Prozent liegen. Und das 3. sich aufgrund der hohen Privatverschuldung eine bedrohliche Situation abzeichnet, sobald die Realwirtschaft in die Miesen kommt. Damit auch 4. die Gefahr extremer Brutalität im Land, da es einen regelrechten "Klassengegensatz" zwischen den Besitzern und Nicht-Besitzern von Immobilien gibt. Es gibt auch keinerlei Tendenz, dass die ärmere Bevölkerungshälfte wenigstens etwas mehr am Vermögen teilnehmen könnte.
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