Sponsoring BMW lässt 800-Millionen-Deal mit FC Bayern sausen

Spätestens 2025 wollte BMW neuer strategischer Partner des FC Bayern München werden. Doch nun ist der Plan gescheitert - ein anderer Konzern will laut einem Bericht noch mehr Geld als die ausgehandelten 800 Millionen Euro zahlen.

Fans des FC Bayern München im Spiel gegen Hannover 96
Alex Grimm / Getty Images

Fans des FC Bayern München im Spiel gegen Hannover 96


Im Gespräch war eine Summe von geschätzten 800 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Jetzt ist die geplante strategische Partnerschaft zwischen dem Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München und BMW überraschend abgesagt. "Die Verhandlungen sind beendet, und wir werden nicht Sponsor des FC Bayern München", sagte ein BMW-Sprecher dem SPIEGEL.

Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) über das Scheitern des Deals berichtet. Zu Details äußerte sich der BMW-Sprecher nicht.

Im März hatten beide Seiten die Pläne für eine strategische Partnerschaft des Münchner Autokonzerns mit dem Fußballrekordmeister bestätigt. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte gesagt, es gehe um eine Vereinbarung für Fußball und Basketball. Für beide Sportarten ist das Sponsoring mit BMW nun geplatzt.

Bislang ist Audi strategischer Partner des FC Bayern und mit 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG beteiligt - so wird es laut "FAS" auch bleiben. Demnach hat Audi finanziell noch einmal kräftig draufgelegt.

Audi will eine Milliarden Euro zahlen

Der FC Bayern hatte BMW in Aussicht gestellt, den bis 2025 laufenden Vertrag mit Audi vorzeitig auflösen zu können. BMW drängte laut "FAS" in den Verhandlungen darauf, früher einzusteigen. Audi-Chef Bram Schot habe jedoch auf der Laufzeit bis 2025 bestanden und seinerseits ein üppig aufgebessertes Angebot vorgelegt. Offenbar mit Erfolg, wie die Zeitung berichtet.

Demnach bietet Audi dem FC Bayern 60 Millionen Euro im Jahr, um den Sponsoringvertrag um zwölf Jahre zu verlängern. Inklusive der Nebenleistungen ergibt sich laut "FAS" daraus ein finanzielles Engagement von einer Milliarde Euro. Eine Summe, die aus Sicht von BMW "wirtschaftlich nicht vertretbar" sei.

BMW Chart zeigen hatte zuletzt in seinem Kerngeschäft einen Verlust gemeldet. Der Konzern musste eine Milliardenrückstellung für eine drohende EU-Kartellstrafe verbuchen. Zudem belastet BMW das schwierige Umfeld in der Autobranche sowie höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München e.V. sowie Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG, hatte noch im März die bereits ein Jahr dauernden Verhandlungen mit BMW bestätigt. BMW hatte den geplanten Deal bereits als eine "weltweit sinnvolle Partnerschaft" bezeichnet.

svs/mmq/dpa/sid



insgesamt 98 Beiträge
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Seite 1
ernit 18.05.2019
1. Profifußball
Was soll man als normal Sterblicher dazu sagen. Der Profifußball ist jenseits von Gut und Böse angekommen und hat sich vom Volk (ssport) schon lange verabschiedet.
MyMoon 18.05.2019
2. Fair Play
Und da Regen dich die Bayern um Höneß über die englischen und spanischen Clubs auf? Es ist doch egal ob Scheich oder russischer Oligarch immer jammern die Bayern. Aber bei 1 Mrd. da sind dann alle ganz ruhig. Ein Wunder das bei so einem riesigen Unterschied kleine Vereine wie der FC Freiburg da noch mithalten und hin und wieder sogar die ganze großen schlagen.
Ein_denkender_Querulant 18.05.2019
3. Antiwerbung
Jeder weiß, dass teuer beworbene Produkte auf dem Markt überteuert plaziert werden. Wenn ich 800 Million sehe und dagegen 2,5 Million produzierte BMW pro Jahr, dann kann man nur lachen.
comfortzone 18.05.2019
4. Geschickt verhandelt
Kompliment an Uli Hoeneß - da zeigt sich wieder wie ausgebufft er ist: Das Druckmittel BMW eingesetzt, um Audi die Pistole auf die Brust zu setzen.
frenchhornplayer85 18.05.2019
5.
Die Bundesliga wird so sicher nicht spannender! Sie sollte aber das Kerngeschäft sein und nicht nur notwendiges übel neben der Champions League.
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