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02. Juli 2013, 08:47 Uhr

Geldwäsche

Finanzwächter werfen britischen Banken miese Kontrollen vor

Neuer Ärger für Großbritanniens Banken: Nach Ansicht der Finanzaufsicht FCA unternehmen viele Institute zu wenig gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terroristen. Selbst manch großes Haus habe keine klaren Richtlinien zur Erkennung von Vermögen aus dubiosen Quellen.

London - Britische Banken unternehmen nach Ansicht der Regulierungsbehörde FCA zu wenig gegen Straftaten wie Geldwäsche oder die Finanzierung von Terroristen. Sollte sich dies nicht ändern, drohten den Instituten Geldstrafen, sagte der Chef der Financial Conduct Authority (FCA), Martin Wheatley.

Jedes Jahr erlöse die organisierte Kriminalität aus dem Geschäft mit illegalen Drogen 20 bis 30 Milliarden Pfund. Davon würden zehn Milliarden Pfund von Banken, Buchhaltern und Anwälten "gefiltert, gewaschen und neu abgefüllt". Es sei schlicht inakzeptabel, dass Firmen ein Auge zudrückten, wenn es um die Herkunft von Geldern gehe, sagte Wheatley.

Rund die Hälfte von 17 untersuchten Geldhäusern, darunter auch vier große britische Banken, hätten keine klaren Richtlinien, wie Geldwäsche oder die Finanzierung von Terroristen erkannt werden könne. Bei der Handelsfinanzierung agieren Banken oft als Mittler von Im- und Exportfirmen. Dies kann über Zahlungsgarantien oder Vorauszahlungen erfolgen.

ssu/Reuters

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