Federal Reserve US-Notenbank fährt Anleihekäufe weiter zurück

Trotz der Konjunkturflaute im ersten Quartal drosselt die US-Notenbank die Geldspritzen für die Wirtschaft weiter. Die Fed fährt damit den Kauf von Staatsanleihen zum vierten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar zurück. Der Zinssatz bleibt auf seinem Dauertief.

Fed-Chefin Yellen: Drosselt Geldspritzen für die Wirtschaft weiter
REUTERS

Fed-Chefin Yellen: Drosselt Geldspritzen für die Wirtschaft weiter


Washington - Die US-Zentralbank Federal Reserve fährt ihr Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren weiter zurück. Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der Fed kündigte am Mittwoch an, die monatlichen Anleihenkäufe um weitere zehn Milliarden Dollar auf nun 45 Milliarden Dollar zu drosseln. Den Leitzins beließ die Notenbank wie erwartet auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

An diesem Zinsniveau will die Fed auch vorerst nicht rütteln. Eine Kursänderung machte die Zentralbank in ihrer Erklärung vom Mittwoch erneut von einer Annäherung der Inflationsrate an die Zielmarke von zwei Prozent sowie Fortschritten auf dem Arbeitsmarkt hin zur Vollbeschäftigung abhängig. Mit einer Erhöhung des Leitzinses wird im kommenden Jahr gerechnet. Fed-Chefin Janet Yellen hatte Mitte März angedeutet, dass ein Zinsanstieg bereits im ersten Halbjahr 2015 festgelegt werden könnte. Der US-Notenbanker Charles Evans schloß kürzlich aber auch nicht aus, dass deutlich mehr Zeit ins Land gehen könnte, bis die Zinswende eingeleitet wird: "Es könnten sechs, es könnten aber auch sechzehn Monate werden", sagte er.

Die US-Wirtschaft war im ersten Quartal wegen des ungewöhnlich strengen Winterwetters kaum noch gewachsen. Nach Ansicht von Experten ist der Aufschwung in den USA jedoch nicht in Gefahr. Die Notenbank will ihre Konjunkturhilfen noch dieses Jahr ganz einstellen.

mia/afp/dpa/Reuters

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wibo2 01.05.2014
1. Wird der BRICS - Schwellenländer Crash damit aufgeschoben, aber nicht aufgehoben?
Zitat von sysopREUTERSTrotz der Konjunkturflaute im ersten Quartal drosselt die US-Notenbank die Geldspritzen für die Wirtschaft weiter. Die Fed fährt damit den Kauf von Staatsanleihen zum vierten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar zurück. Der Zinssatz bleibt auf seinem Dauertief. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fed-programm-us-notenbank-faehrt-anleihekaeufe-weiter-zurueck-a-967090.html
Der nächste Crash trifft die Schwellenländer. Die FED Zinsen bleiben aber noch niedrig. Die Notenbanker tun immer noch so, als seien sie Monopolisten des Geldes als eines nachgefragten Produkts. Wenn eine Bank uns keinen Kredit gibt, hat sie entweder kein Geld oder kein Vertrauen zuuns oder es mangelt gar an beidem. Warum sollten wir den Bankern vertrauen, wenn sie uns nicht vertrauen? Wir sehen doch wie die Banken wirtschaften: Neue Kredite werden emsig weiter aus alten Krediten geschöpft. Stets werden wir durch die Werbung und durch Appelle der Eliten angehalten, Geld zu machen, diese unwirklichen fiktiven Luftschlösser des Geldes energisch zu verfolgen, als ob es in unserem Leben nichts Wichtigeres gäbe. Im übrigen geschieht derweil Geldschöpfung unkontrolliert und ansteigend im Derivatemarkt praktisch ohne Einfluss der Notenbanken. Dem Casino geht das Geld deshalb nicht aus. * … *LOL* ... *
atzigen 01.05.2014
2. Auch
Zitat von wibo2Der nächste Crash trifft die Schwellenländer. Die FED Zinsen bleiben aber noch niedrig. Die Notenbanker tun immer noch so, als seien sie Monopolisten des Geldes als eines nachgefragten Produkts. Wenn eine Bank uns keinen Kredit gibt, hat sie entweder kein Geld oder kein Vertrauen zuuns oder es mangelt gar an beidem. Warum sollten wir den Bankern vertrauen, wenn sie uns nicht vertrauen? Wir sehen doch wie die Banken wirtschaften: Neue Kredite werden emsig weiter aus alten Krediten geschöpft. Stets werden wir durch die Werbung und durch Appelle der Eliten angehalten, Geld zu machen, diese unwirklichen fiktiven Luftschlösser des Geldes energisch zu verfolgen, als ob es in unserem Leben nichts Wichtigeres gäbe. Im übrigen geschieht derweil Geldschöpfung unkontrolliert und ansteigend im Derivatemarkt praktisch ohne Einfluss der Notenbanken. Dem Casino geht das Geld deshalb nicht aus. * … *LOL* ... *
Auch das Casino- Geld wird immer Wertloser. Egal wer das in Umlauf setzt, Geld im Übermass = Blüten= Betrug.
rolli 02.05.2014
3.
Zitat von sysopREUTERSTrotz der Konjunkturflaute im ersten Quartal drosselt die US-Notenbank die Geldspritzen für die Wirtschaft weiter. Die Fed fährt damit den Kauf von Staatsanleihen zum vierten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar zurück. Der Zinssatz bleibt auf seinem Dauertief. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fed-programm-us-notenbank-faehrt-anleihekaeufe-weiter-zurueck-a-967090.html
Die FED als Geldgeber der US-Regierung tut das ja nicht umsonst, sondern sie bekommt vom Steuerzahler die Zinsen bezahlt. Da das Geld die FED nichts kostet, verdient sie trotz niedriger Zinsen trotzdem noch an den Anleihen. Wenn die FED die Käufe zurückfährt, dann heisst das, dass der us-amerikanische Staat desto schneller wieder pleite ist. Wir gehen nicht nur auf eine Pleite der Schwellenländer, sondern auf eine globale Pleite zu. Erst die USA, dann die Schwellenländer, und bei jeder noch so geringfügigen Zinserhöhung die Schuldenstaaten in Europa. Und um das mal zu sagen: D. ist eines der höchstverschuldeten Länder in Europa.
wibo2 02.05.2014
4. @rolli
Zitat von rolliDie FED als Geldgeber der US-Regierung tut das ja nicht umsonst, sondern sie bekommt vom Steuerzahler die Zinsen bezahlt. Da das Geld die FED nichts kostet, verdient sie trotz niedriger Zinsen trotzdem noch an den Anleihen. Wenn die FED die Käufe zurückfährt, dann heisst das, dass der us-amerikanische Staat desto schneller wieder pleite ist. Wir gehen nicht nur auf eine Pleite der Schwellenländer, sondern auf eine globale Pleite zu. Erst die USA, dann die Schwellenländer, und bei jeder noch so geringfügigen Zinserhöhung die Schuldenstaaten in Europa. Und um das mal zu sagen: D. ist eines der höchstverschuldeten Länder in Europa.
Die FED wird nicht zulassen, dass der amerikanische Staat und das US-Bankensystem zahlungsunfähig werden würde. Pleite gehen in den USA vielmehr die einfachen Bürger und die Mittelschicht, die für Energie und Nahrungsmittel immer mehr zahlen müssen und wegen der realen Zinsen nahe Null kaum ein Vermögen bilden können. Die Schwellenländer sind gefährdet, ihnen könnte es so gehen wie Japan und deshalb wäre dann auch Deutschland dran, wenn die Exporte in die USA und in die Schwellenländer einbrechen würden. Die deutschen Exporte in die Eurozone finanzieren wir ja zum Teil selbst, und das wird auch nicht ewig so weitergehen können. Was nicht ewig weitergehen gehen kann, wird irgendwann enden. Weltweit öffnet sich ein Graben zwischen Schuldnern und Gläubigern. Deshalb ... (... es sei ...) nicht Russland, das wieder einen Eisernen Vorhang herabsenken möchte, sondern sehr wohl die USA – ein Eiserner Vorhang, der die bisher dominierenden Staaten von den Schwellenländern trennen würde, .. eine Möglichkeit für die Schuldner, sich ihren Gläubigern zu entziehen; das ganze in der illusorischen Hoffnung, sich den American way of life und die Dominanz der USA zumindest im westlichen Lager noch aufrecht erhalten zu können, wenn sie sie weltweit auch aufgeben müssten. (Vrgl. geab leap 2020)
malocher77 02.05.2014
5. US Dollar
Ist nicht mehr goldgedeckt,dadurch kann Dollar beliebig gedruckt werden,was den Gläubigern nicht gerade schmeckt.Jetzt versucht die FED die Staatsanleihen der USA wieder schmackhaft zu machen.
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