Fernverkehr Fernbusse verdoppeln 2014 ihre Kundenzahl 

Seit der Liberalisierung des Fernverkehrs Anfang 2013 steigen immer mehr Reisende in Fernbusse um. Im vergangenen Jahr konnten die Busse ihren Marktanteil sogar auf elf Prozent erhöhen.

Fernbus am Bahnhof in Freiburg (Archiv): Im Durchschnitt legte jeder Reisende über 330 Kilometer pro Busfahrt zurück
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Fernbus am Bahnhof in Freiburg (Archiv): Im Durchschnitt legte jeder Reisende über 330 Kilometer pro Busfahrt zurück


Fernbusse sind nicht mehr von Deutschlands Straßen wegzudenken: Im vergangenen Jahr beförderten die Unternehmen mit Sitz in Deutschland 16 Millionen Fahrgäste, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit habe sich die Zahl der Fahrgäste im vergleich mit dem Vorjahr fast verdoppelt, es handele sich um ein Plus von 96 Prozent. Die Fernbusse erhöhten ihren Marktanteil am gesamten Fernverkehr mit Bussen und Bahnen von 5,9 Prozent auf 11 Prozent.

Drei von vier Fernbusreisenden hatten sowohl ihren Start- als auch ihren Zielort innerhalb Deutschlands. Im Durchschnitt legte jeder Reisende über 330 Kilometer pro Busfahrt zurück.

Matthias Schröter, der Wirtschaftsleiter des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer, sagte: "Die Verdopplung des Fernbusmarkts zeigt, dass mit dem Fernbus funktionierender Wettbewerb im gesamten Fernverkehrsmarkt erst möglich geworden ist."

Der Fernverkehr mit Bussen wurde am 1. Januar 2013 zugelassen. Seit der Liberalisierung sind zahlreiche Anbieter auf den Markt gedrängt. Zum Schutz der Bahn war der Fernbusverkehr in Deutschland bis Ende 2012 per Gesetz weitgehend verboten.

mka/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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nachfrager2015 08.10.2015
1. Vor- und Nachteile
Ich fahre so alle 2-3 Monate einmal übers Wochenende mit dem Fernbuss eine längere Strecke, allerdings ist der weder Gelb noch grün - er ist weiß ;-) Für mich ist das eine gute Alternative gegenüber den Preisen der DB. Auch wenn eine Bahnfahrt im Direktverkehr natürlich angenehmer sein kann, ist beim Bus Preis/Leistung unschlagbar. Ob das für immer so bleibt steht in den Wolken.
go-west 08.10.2015
2. Logische Konsequenz
Die Streikwütigen werden den Niedergang von Bahn, Lufthansa und Co. weiter beschleunigen. Leider. Diese Leute sind nicht in der Lage zu begreifen, daß der Mart keine konstante, auf ewig unveränderliche Größe ist sondern einem ständigen Wandel unterliegt. Der Markt wählt nun mal das bestes Preis-Leistumgsverhälntnis (und das ist auch gut so), soziale Abfederungssysteme oder Zugführer- bzw. Pilotenprivilegien sind im egal. Das ist Realität, ob man's nun gut findet oder nicht. Aus dei "Bosse" zu schimpfen, nutzt überhaupt nichts. Der zahlende Kunde entscheidet letztendlich, er ist der oberste Souverän. Und was mit nicht anpassungsfähigen Spezies geschieht, kann man gut an den Dinosauriern sehen.
mcpoel 08.10.2015
3. Bahn & Bus
Das sagt viel über die Bahn aus. Und da wollen manche Politiker und "Umwelt"verbände die Leute auf den ÖPNV zwingen....
Referendumm 08.10.2015
4. Kann nur positives über Fernbusse berichten
Bis dato haben meine Reisen mit dem Fernbus sehr gut geklappt. Sogar ein Anschlussbus wartete einmal, weil der 1. Fernbus ein wenig Verspätung hatte (die Zeit zum Umsteigen war eh sehr knapp bemessen). Das alles zu Preisen, die akzeptabel sind und nicht so überteuert wie bei der DB. Es ist allerdings in meinen Augen eine Frechheit, wenn die Bahn nun ebenso im Fernbusbereich mitmischt. Soll die Bahn erst mal ihren miesen Laden auf Vordermann bringen, bevor sie sich die Rosinen rauspickt. Im Güterverkehr z.B. kriegt die Bahn schon seit Jahren nichts mehr auf die Reihe. Der "intelligente" Transportwaggon - war da mal etwas? Lkws jagen der Bahn eine Frachtrate nach der anderen ab. Das ist mehr als peinlich - in Anbetracht der Milliarden, welche der Bund in die Bahn reinpumpt.
StreetSam 08.10.2015
5. Nutze ich privat nur noch
Die einzige Möglichkeit, dass die DB ihren unterirdischen Service + ihre immensen Fahrpreise auf ein reales Niveau bringt. Die Zeiten von Preis rauf + Service runter sind endlich vorbei !!!!
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