Nach Trumps-Twitter-Breitseite Fiat Chrysler will 2000 neue Arbeitsplätze in den USA schaffen

Donald Trumps Drohungen gegen die Autobranche zeigen Wirkung: Der Fiat-Chrysler-Konzern verspricht Milliarden-Investitionen in US-Fabriken, Ford hat bereits ein Projekt in Mexiko gestrichen.
Fiat-Chrysler-Zentrale

Fiat-Chrysler-Zentrale

Foto: Carlos Osorio/ AP

Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat sich auf die Autobranche eingeschossen, weil viele Hersteller Fahrzeuge für den US-Markt im Ausland herstellen lassen. Trump hat Toyota via Twitter mit Strafzöllen gedroht und General Motors  mit einer Sondersteuer für in Mexiko gebaute Kleinwagen.

Die Drohungen zeigen erste Wirkungen. Zu Beginn der Automesse in Detroit rechnen Branchen-Beobachter damit, dass viele Konzerne demonstrativ Investitionen in den USA ankündigen werden.

Der italienisch-amerikanische Konzern Fiat Chrysler   hat angekündigt, eine Milliarde Dollar in zwei seiner Fertigungsstätten im Mittleren Westen der USA zu investieren. Zudem sollten 2000 neue Jobs geschaffen werden. Die Investitionen sollten in die Modernisierung der Werke in Ohio und Michigan fließen.

Konkurrent General Motors nutzte den Beginn der Automesse für warme Worte in Richtung Trump. GM sehe mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen mit dem angekündigten Kurs des kommenden US-Präsidenten. Das Unternehmen freue sich darauf "Teil der Lösung zu sein, die eine Stärkung unseres Landes zusammen mit dem Business und unserer Fertigungskapazität erlaubt", so GM-Chefin Mary Barra.

Zuvor hatte bereits Ford   eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk im mexikanischen San Luis Potosi gestrichen. Stattdessen wird Geld in ein US-Werk gesteckt.

beb/Reuters/dpa
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