Mängel bei Start-up N26 Finanzaufsicht drängt Onlinebank zu Nachbesserungen

Die Finanzaufsicht hat N26 überprüft und fordert offenbar Veränderungen. Die Smartphone-Bank sei zu schnell gewachsen, habe aber die Strukturen nicht im gleichen Tempo angepasst.

N26

Die Finanzaufsicht BaFin hat im vergangenen Jahr bei einer Sonderprüfung der Smartphone-Bank N26 eine Reihe von Mängeln festgestellt. Das berichtet das "Handelsblatt". Demnach habe die Bank das Start-up daraufhin aufgefordert, die Schwächen schnellstmöglich zu beheben. Andernfalls könne die Aufsicht der Bank mit einer Deckelung des Einlagengeschäfts drohen. Die BaFin äußerte sich dazu auf Anfrage nicht.

Zuletzt häuften sich die Beschwerden von Kunden über die Bank. Selbst wenn Konten gehackt werden, reagiert das Start-up nur langsam. Die Probleme werfen die Frage auf, ob das rasant wachsende Start-up über geeignete Strukturen verfügt, um bei zunehmender Kundenanzahl auf die ebenfalls zunehmende Zahl von Problemen angemessen reagieren zu können (Lesen Sie hier die ganze Geschichte).

N26-Chef Valentin Stalf sagte dem "Handelsblatt", er wolle sich zu konkreten Prüfungen nicht äußern. N26 sei aber "in sehr engem Austausch mit der BaFin" und nehme jeden Prüfungsvorgang extrem ernst. "Wenn es bei einer Prüfung Beanstandungen gibt, dann setzen wir Verbesserungsmaßnahmen in Abstimmung mit der BaFin zeitnah um", sagte Stalf.

Die Finanzaufsicht ist Insidern zufolge der Ansicht, dass N26 schnell gewachsen ist, die Strukturen aber nicht im gleichen Tempo angepasst hat. Bei der Sonderprüfung habe die BaFin unter anderem Mängel bei der Personalausstattung und bei der Technik festgestellt.

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blueberryhh 08.04.2019
1. schade ...
das ist eigentlich eine lange überfällige Innovation auf dem Banken (und noch dringender überfällig und notwendig - auf dem Sparkassen - Sektor). Ich drücke mal die Daumen, dass die noch die Kurve kriegen!
hansistyle2 08.04.2019
2.
banken dürfen immer patzen, immer eine zweite oder dritte chance...meiner meinung nach sofort die bafin lizens entziehen. Probieren kann man wo anders, finanzverwaltung kennt kein pardon.
kaltmamsell 08.04.2019
3. So nett kann das BAFIN gegenüber Start-ups sein
Echt nicht witzig, diese beschönigenden Erklärungsfetzchen von, naja, Missständen. Möchte mich da ebenfalls ganz nobel komplett raushalten und sage nur: Wenn man von etwas nicht weiß, wie es schmeckt, gibt man sich erst mal einen sehr kleinen Klecks auf den Teller. Wer unbedingt ein Konto haben muss, nimmt mal etwas Spielgeld in die Hand und schaut, was da alles so passiert im Lauf von mehr als einer Jahreszeit.
auweia1 08.04.2019
4. ob bunq oder n 26
Ernsthaft würde ich denen keine größeren Summen anvertrauen. Und auch das "öffnen" von Konten für Fremde ist nur eine nette Spielerei. Und nachher ist die Kohle weg.
GoaSkin 10.04.2019
5. man sollte diese Art von Buchungslegitimierung verbieten
Was ist das eigentlich für ein Unsinn, dass man eine Smartphone-App mit seinem Konto verknüpfen soll und daraufhin per Einheits-Pin statt TAN jegliche Buchung legitimieren kann? Da braucht ein Datendieb nur drei Zahlen (Kontonummer, Login-PIN und Überweisungs-PIN), um ein Konto mit jedem beliebigen Gerät zu verknüpfen und fröhlich zu missbrauchen. Leider bieten diesen Blödsinn nicht nur immer mehr Banken optional an. Nein... man verbietet ausgerechnet TAN-Listen im Laufe des Jahres, die wirklich das kleinere Übel darstellen.
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