Bernardo Mingrone Finanzchef verlässt italienische Krisenbank Monte dei Paschi

Personalwechsel bei der ältesten Bank der Welt: Der Finanzchef des italienischen Geldhauses Monte dei Paschi di Siena tritt zurück. Er verlässt das Institut zum 25. September.

Haupteingang zur Bank Monte dei Paschi in Siena: Neuer CFO gesucht
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Haupteingang zur Bank Monte dei Paschi in Siena: Neuer CFO gesucht


Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) muss sich einen neuen Finanzchef suchen. Amtsinhaber Bernardo Mingrone habe seinen Rücktritt zum 25. September erklärt, teilte das älteste Geldhaus der Welt mit.

Eine Begründung nannte die Bank nicht. Mingrone bekleidete den Posten laut Bloomberg seit Februar 2012 und war zuvor als Finanzchef für das Unternehmen Pioneer Global Asset Management tätig.

Erst am 6. August hatte Verwaltungsratschef Alessandro Profumo die Führung der Bank Monte dei Paschi verlassen. Zu dessen Nachfolger wurde Massimo Tononi, zuvor Präsident der Mailänder Börse, ernannt.

Das Institut aus der Toskana war beim Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) als schlechteste Großbank durchgefallen und musste neue Aktien ausgeben, um seine Kapitallücke zu schließen. Nun sucht die Bank nach einem Käufer. Viele Wettbewerber haben aber bereits abgewunken. Das Haus hat noch mehr als seine Konkurrenten Intesa Sanpaolo und Unicredit mit faulen Krediten zu kämpfen.

Die Bank Monte dei Paschi wurde 2013 mit Steuergeldern von mehr als vier Milliarden Euro vor der Pleite gerettet. Das Institut wurde durch die Eurokrise und einen Derivateskandal stark in Mitleidenschaft gezogen. Zuletzt stieg die Notenbank der Volksrepublik China bei dem Geldhaus ein, das Geld aus Peking dürfte dort sehr willkommen sein.

bos/Reuters

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