Finanzkrisen der 2000er Totentanz auf den Trümmern

Von , Frankfurt am Main

3. Teil: 2001: Der Schock nach dem 11. September


Die Ausgangslage in den USA ist schlecht. Konjunktur schwächelt ohnehin, Gewinn- und Umsatzprognosen werden drastisch nach unten korrigiert, die Aktienkurse sind nach dem Einbruch der New Economy auf Dauer-Talfahrt.

Dann kommt der 11. September. Um 8.46 Uhr kracht das erste Flugzeug ins World Trade Center, um 9.03 folgt ein zweites, Flammen steigen aus den beiden mehr als 400 Meter hohen Türmen, Explosionen sind zu hören. Menschen stürzen sich in ihrer Verzweiflung aus den Fenstern in die Tiefe. Schließlich brechen die Gebäude in Wolken aus Staub und Asche kurz nacheinander zusammen.

Die Terroranschläge schockieren die Welt. Das bekommt auch die Wirtschaft zu spüren.

Wo die Börsen nicht geschlossen werden, stürzen die Kurse ins Bodenlose. Die Angst geht um. Der Dax Chart zeigen bricht zeitweise um mehr als elf Prozent auf 4130 Punkte ein, vor allem die Aktien von Versicherern und Rückversicherern geraten unter Druck.

Die Tourismusindustrie gerät in eine dramatische Dauer-Krise

Die zynische Begründung von Beobachtern: Das unfassbare Unglück werde wohl zum teuersten, jemals von Menschen verursachten Unglücksfall für die Branche. Immerhin müssten die Konzerne für die zerstörten Flugzeuge, den Verlust der beiden Wolkenkratzer, die Schäden an den umliegenden Gebäuden und für die teure Verlagerung der betroffenen Unternehmen zahlen.

In den USA herrscht an diesem und den folgenden Tagen ohnehin der Ausnahmezustand. Einkaufszentren sind geschlossen, der Flugverkehr unterbrochen. Bei Starbucks Chart zeigen stehen die Kaffeemaschinen still, Walt Disney Chart zeigen hat seine Themenparks dicht gemacht, Baseballspiele werden abgesagt. Schon das verursacht unendliche wirtschaftliche Schäden. Und viele Branchen, wie etwa die Tourismusindustrie, geraten nach dem 11. September in eine dramatische Dauer-Krise, weil viele Menschen seither Angst vor dem Fliegen haben.

So ist es kein Wunder, dass die US-Börsenindizes am ersten Handelstag nach sechs Tagen Zwangspause komplett in den Keller rauschen. Allein der Dow-Jones-Index Chart zeigen verliert am 17. September mehr als sieben Prozent. Und die Krise hinterlässt weltweit Spuren. Der Dax etwa verliert in diesem einen Jahr 19,8 Prozent.



insgesamt 1528 Beiträge
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saul7 16.11.2009
1. Nein,
Zitat von sysopEin Jahr nach dem Beinahe-Kollaps der Finanzbranche fassen die Banker wieder Mut: Bei einem Gipfeltreffen in Frankfurt debattierten Ackermann und Co. die Lehren aus der Krise - und mokierten sich vor allem über die Regulierungswut der Regierungen. Haben die Banken Ihrer Meinung nach eigentlich etwas aus der Krise gelernt? Diskutieren Sie mit!
die Banken haben nichts aus der Krise gelernt, weil die Politik ihnen nicht längst überfällige Regularien verpasst hat. Die Zockerei darf also weitergehen. Auf eine Entschuldigung der Banken darf noch gewartet werden!!
hajott59, 16.11.2009
2. warum auch?
Nein, die haben nichts gelernt. Warum sollten sie auch? Wenn es eng wird, kommt das große Füllhorn über sie und gut ist!
yato, 16.11.2009
3. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
yato, 16.11.2009
4. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
yato, 16.11.2009
5. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
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