Fitbit-Börsengang Fitnessarmband-Firma wird hoch gehandelt

Sie messen Schritte, Kalorienverbrauch oder Herzschlag: Die Fitnessarmbänder des Start-ups Fitbit sind gefragt. Zum Börsengang der Firma ließen sie die Herzen der Anleger höher schlagen - Apple Watch hin oder her.
Glocke statt Armband: Fitbit-Chef James Park (rechts) beim Börsenstart

Glocke statt Armband: Fitbit-Chef James Park (rechts) beim Börsenstart

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS

Der vor allem für ihre Fitnessarmbänder bekannten US-Firma Fitbit  ist ein starker Start an der Börse gelungen. Die Aktie sprang zum Handelsbeginn an der Wall Street um gut 50 Prozent auf 30,40 Dollar. Die Firma aus San Francisco war damit insgesamt mehr als sechs Milliarden Dollar wert.

Fitbit hatte die Aktien mit dem Börsenkürzel "FIT" zum Ausgabepreis von 20 Dollar platziert. Das Unternehmen selbst nahm mit dem Aktienverkauf knapp 448 Millionen Dollar ein - fast hundert Millionen mehr als ursprünglich geplant. Das Geld soll für Forschung und Entwicklung sowie mögliche Zukäufe verwendet werden. Altaktionäre, zu denen vor allem Finanzfirmen gehören, die Fitbit früh unterstützt hatten, erlösten gut 240 Millionen Dollar.

Fitbit baute seine Produktpalette zuletzt mit einem Fitnessband mit Herzfrequenz-Sensor sowie einer Sportuhr aus. 2014 erwirtschaftete die Firma einen Gewinn in Höhe von rund 130 Millionen Dollar - bei einem Umsatz von gut 745 Millionen. Seit dem Start 2007 brachte die Firma rund 20 Millionen Fitnesstracker an die Kunden.

Der dauerhafte Erfolg solcher Anbieter von Fitnesszubehör wird von einigen Experten angesichts des erwarteten Booms bei Computer-Uhren allerdings infrage gestellt. So bietet die neue Apple Watch   ebenfalls eine Reihe von Fitnessfunktionen. Skeptiker argumentieren, dass Fitnessbänder von den Smartwatches mit ihren vielen Funktionen verdrängt werden - ähnlich wie MP3-Player den Smartphones weichen mussten. Fitbit-Manager kontern, der unerschlossene Markt sei noch so groß, dass für unterschiedliche Geräte Platz sei.

Zu den direkten Konkurrenten von Fitbit zählen Unternehmen wie Nike  , Xaomi, Garmin und Jawbone. Letzterer Anbieter hat Fitbit wegen der Verletzung von Patenten zum Börsenstart verklagt.

apr/dpa/AP
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