Statistisches Bundesamt Schlachter erzeugen Rekordmenge an Fleisch

Fast 30 Millionen Schweine wurden in den vergangenen sechs Monaten in Deutschland geschlachtet - so viele wie nie zuvor. Insgesamt wurden 4,07 Millionen Tonnen Fleisch produziert.

Schweinehälften im Kühlraum: 29,3 Millionen Tiere geschlachtet
AFP

Schweinehälften im Kühlraum: 29,3 Millionen Tiere geschlachtet


Vegetarische und vegane Ernährung liegen im Trend - die Fleischproduktion beeinflusst das aber nicht. Im Gegenteil: Im ersten Halbjahr 2015 haben Schlachthöfe in Deutschland so viel Fleisch erzeugt wie noch nie. Die Menge wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 4,07 Millionen Tonnen Fleisch, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Damit wurde auch der bisherige Rekord aus dem ersten Halbjahr 2011 übertroffen. Insbesondere die Produktion von Schweinefleisch stieg an. Für 2,76 Millionen Tonnen mussten 29,3 Millionen Tieren sterben. Dabei ging der Anteil der Tiere, die im Ausland gemästet und in Deutschland geschlachtet werden, zurück.

Auch die Zahl der geschlachteten Rinder stieg an, auf 1,7 Millionen Tiere. Das waren 1,1 Prozent mehr als zuvor. Die Produktion von Geflügelfleisch lag mit einem Plus von 0,5 Prozent knapp über der Menge aus dem ersten Halbjahr 2014. Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch spielen nach Angaben des Statistischen Bundesamts mengenmäßig nur eine untergeordnete Rolle.

brk/dpa/AFP



insgesamt 87 Beiträge
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frankenbaer 06.08.2015
1. frankenbaer
Sehr schlechte Wortwahl! Schlachter erzeugen kein Fleisch, sie töten Tiere.
1besserwisser1 06.08.2015
2.
Man muss kein Vegetarier/Veganer sein um diesen Fleischauswuchs zu verteufeln. Ich bin kein Vegetarier usw.,aber ich versuche jede Woche meinen Fleischkonsum zu beschränken. Fleisch ist für mich eine Delikatesse, die einen Appetit hervorruft bei mir. Wenn ich also 24 /7 Fleisch esse wird Fleisch ähnlich wie Brot zum Standardnahrungsmittel. Meiner Meinung nach sollte unsere Bevölkerung weniger Schweine schlachten und Fleisch essen und dabei aber auf eine höhere Qualität des Produktes achten. Das wäre auch kein Problem für den Geldbeutel, da man weniger Fleisch kauft zu einem höheren Preis, gäbe es keine Verluste. Aufjedenfall ist diese massive Produktion von Schweinefleisch ein Problem für Natur, Gesundheit und letzlich auch für die Welt. Die neue Asiatische Mittelschicht will genauso wie ihr westliches Vorbild, wir, leben. Wir haben also eine Vorbildfunktion. Unsere Nachahmer sind nur wesentlich mehr. Bedeutet mehr Fleisch, mehr Schweine, mehr Weizen, mehr Fläche, weniger für die Menschen und weniger Regenwald. Also sollten wir im Westen umdenken. Aber dennoch ein gutes Stück Fleisch verzehren dürfen.
michau2000 06.08.2015
3. vielleicht doch ein anderes Problem
vielleicht liegt es daran, dass kein Fleisch mehr nach Russland verkauft wird und die Schlachter einen Überschuss haben? Vielleicht haben wir das gleiche Problem wie gerade IN Frankreich? vielleicht sind die unnötigen und kontraproduktiven Sanktionen schuld? Lieber SPON könnt ja da bisschen recherchieren?
bartnelke 06.08.2015
4. #frankenbaer
Schlachter erzeugen Fleisch, zuerst wird das Tier Schlachttier, daraus wird erst Fleisch. Oder haun Sie sich tote (ganze) Tiere in die Pfanne und erklären Kindern "auf der Weide steht Fleisch mit Haut und Knochen"?
Linda2014 06.08.2015
5. Billiges Fleisch
Wenn ich vegetarische Bratwürste haben möchte, kosten vier dünne Veggiewürstchen über drei Euro! Hingegen kosten sechs Bratwürst keine zwei Euro. Wenn man aufs Geld achten muss, gehört die vegetarische Ernährung zum Luxus, den sich immer weniger Leute leisten können.
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