Fernbusunternehmen in der Coronapandemie Flixbus fährt wieder

Die Infektionszahlen in Deutschland steigen – und der Fernbusanbieter Flixbus nimmt sein Geschäft in Deutschland wieder auf. Das Unternehmen verweist unter anderem auf Maskenpflicht und Luftfilter.
Flixbus 2020 am Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin

Flixbus 2020 am Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin

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Fabian Sommer / dpa

Die Politik streitet über schärfere Corona-Beschränkungen und rät von Reisen etwa zu Ostern ab. Mit Flixbus nimmt ein großer Fernbus-Reiseanbieter nun jedoch seinen Betrieb wieder auf.

Ab Donnerstag veranstaltet das in München ansässige Unternehmen einer Mitteilung zufolge  erstmals seit Anfang November wieder innerdeutsche Fernreisen. Zunächst ist aber nur ein reduziertes Netz im Angebot.

Betrieb seit November eingestellt

Für die Sicherheit der Fahrgäste setzt das Unternehmen unter anderem auf Luftfilteranlagen, zudem gilt während der gesamten Reise Maskenpflicht. Die Busse würden ferner regelmäßig gründlich desinfiziert und gereinigt.

Flixbus hatte aufgrund der Coronakrise die Fahrten in Deutschland zum November vollständig eingestellt. Ein geplanter Neustart zu Weihnachten wurde abgesagt. Das Unternehmen ist in Deutschland der größte Fernbus-Reiseanbieter. Insgesamt ist Flixbus in 30 Ländern aktiv.

Flixbus kooperiert mit Busunternehmern, mit deren Fahrzeugen die Reisen durchgeführt werden. Diese Buspartner hatten die Krise bislang nahezu alle überstanden, wie Flixbus-Chef André Schwämmlein zuletzt sagte. »Wir haben bisher keine Welle an Insolvenzen gesehen. Die Partner sind da, und wir geben ihnen eine Perspektive. Wenn die Kapazitäten gebraucht werden, werden wir genug Flixbusse auf der Straße haben.«

Das Unternehmen verfolgte vor der Krise einen aggressiven Expansionskurs in neue EU- und Nicht-EU-Märkte. An diesen Plänen hält Flixbus auch nach der Krise fest. Neue Ziele liegen laut Schwämmlein in der Schublade.

Nach Flixbus will das Unternehmen auch seine unter dem Namen Flixtrain bekannten Zugverbindungen wieder aufnehmen. »Spätestens zum Start der Sommerferien in den ersten Bundesländern am 24. Juni werden die grünen Züge auf die Schiene zurückkehren«, kündigte das Unternehmen an. Je nach Lage sei auch eine frühere Aufnahme des Betriebs möglich.

apr/dpa
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