FlixBus und MeinFernbus Großfusion auf deutschem Fernbusmarkt

Der Markt für Fernbusse in Deutschland wird übersichtlicher. Die beiden größten Anbieter Flixbus und MeinFernbus wollen sich zusammenschließen.
Reisende am Omnibusbahnhof in Hamburg (Archiv): Finanzielle Details unbekannt

Reisende am Omnibusbahnhof in Hamburg (Archiv): Finanzielle Details unbekannt

Foto: Daniel Bockwoldt/ picture alliance / dpa

Berlin/München - Das vergangene Jahr endete mit Pleiten und prominenten Aussteigern auf dem Fernbusmarkt, 2015 startet mit einer Großfusion: Die beiden Unternehmen MeinFernbus und Flixbus wollen sich zusammenschließen. Ein Sprecher von MeinFernbus bestätigte eine entsprechende Meldung der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.

Die beiden größten Anbieter wollen ihre Streckennetze in den nächsten Monaten flächendeckend verbinden. Ziel sei auch ein europaweites Fernbusliniennetz. "Wir wollen nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander arbeiten", sagte der Sprecher. MeinFernbus-Gründer Torben Greve kündigte dichtere Fahrttakte und mehr Expressverbindungen an.

Details wollen beide Unternehmen an diesem Freitag in Berlin bekannt geben. Über die finanziellen Details sei Schweigen vereinbart worden, hieß es.

MeinFernbus hatte im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Fahrgäste befördert, FlixBus 3,5 Millionen. Gemessen an den Fahrgastzahlen dürften sie damit etwa die Hälfte des Fernbusmarktes abdecken. Diesen schätzte das Berliner Iges-Institut für 2014 auf etwa 20 Millionen Fahrgäste. Der Markt wächst seit seiner Freigabe Anfang 2013 stark.

Der Wettbewerb auf dem Fernbusmarkt gilt als hart und hat bereits einige Anbieter ins Aus getrieben. So meldete untere anderem das Offenbacher Unternehmen DeinBus.de Insolvenz an. Im Oktober hatte die Frankfurter Firma City2City - hinter der allerdings der britische Branchenriese National Express stand - den Betrieb eingestellt. Der Anbieter ADAC war zuletzt zudem aus dem Joint Venture mit der Post ausgestiegen.

yes/dpa
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