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21. November 2016, 13:37 Uhr

Nach Betrugsvorwürfen

KPMG verliert Verkaufsmandat für Flughafen Hahn

KPMG bekommt die Quittung für den geplatzten Verkauf des Flughafens Hahn. Das Land Rheinland-Pfalz, Mehrheitseigentümer des Airports, beendet die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsprüfer.

Im Verkaufsprozess für den Flughafen Hahn hat die rheinland-pfälzische Landesregierung die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsprüfer KPMG beendet. Beide Seiten hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD). Dabei sei auch eine Honorarregelung gefunden worden, "die unseren Vorstellungen sehr entspricht".

Nach Ministeriumsangaben spielen im Verkaufspoker um den Hunsrück-Airport noch drei der sechs verbliebenen Bieter mit. "Der Verkaufsprozess ist aber weiterhin ein offenes Verfahren ohne Ausschlussfristen, sodass gegebenenfalls auch neue oder nachgebesserte Angebote noch berücksichtigt werden können", hieß es.

KPMG hatte die Verhandlungen mit der chinesischen Firma SYT geführt und einen Kaufvertrag für den Flughafen erreicht. Der Verkauf platzte jedoch spektakulär wegen Betrugsvorwürfen gegen das chinesische Unternehmen.

Den weiteren Verkaufsprozess führt nun die danach mit eingeschaltete Wirtschaftsberatungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton. Ein Kaufvertrag werde für Januar angestrebt, sagte Berater Martin Jonas. Der Flughafen Hahn gehört zum Großteil Rheinland-Pfalz und zum kleinen Teil Hessen.

msc/dpa

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