Massenentlassungen Fluggesellschaft SAS will Belegschaft fast halbieren

Kaum eine Branche ist von der Corona-Pandemie so betroffen wie die Luftfahrt. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will deshalb fast 5000 Angestellte entlassen. Die Erholung werde Jahre dauern, sagt der Vorstandschef.
Vorbereitung einer SAS-Maschine für den Stillstand: "Beispiellose Wirklichkeit"

Vorbereitung einer SAS-Maschine für den Stillstand: "Beispiellose Wirklichkeit"

Foto: HAKON MOSVOLD LARSEN/ AFP

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will ihre Personalstärke im Zuge der Coronakrise um bis zu 5000 Stellen fast halbieren. Das Unternehmen müsse sich an die gesunkene Nachfrage anpassen, teilte die Airline am Dienstagmorgen mit. Von dem Schritt betroffen sein sollen demnach rund 1900 Vollzeitkräfte in Schweden sowie 1700 in Dänemark und 1300 in Norwegen.

Die Fluglinie rechnet damit, dass es einige Jahre dauern dürfte, bis die die Zahl der Ticketverkäufe wieder das Niveau von vor der Coronavirus-Pandemie erreicht. "Covid-19 hat SAS gezwungen, sich einer neuen und beispiellosen Wirklichkeit zu stellen, die nicht nur in den kommenden Monaten, sondern auch in den kommenden Jahren nachhallen wird", erklärte SAS-Chef Rickard Gustafson. Das Unternehmen hatte während der Coronakrise bereits bis zu 10.000 Angestellte - das sind rund 90 Prozent der Belegschaft - vorübergehend beurlaubt.

mik/dpa-AFX