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"Forbes"-Liste: Die reichsten Menschen der Welt

Foto: HENRY ROMERO/ REUTERS

"Forbes"-Liste Aldi-Gründer wieder in Top Ten der Superreichen

Aldi-Gründer Karl Albrecht hat es zurück in den Club der zehn reichsten Menschen der Welt geschafft. Im "Forbes"-Ranking der Milliardäre belegt der verschwiegene Einzelhändler Platz zehn. Sein Vermögen wird auf 25,4 Milliarden Dollar geschätzt. Insgesamt steigt die Zahl der Superreichen.

New York - Diese Aufmerksamkeit dürfte Karl Albrecht eher zuwider sein: Das US-Magazin "Forbes" hat den stets verschwiegenen Unternehmer in die Liste der zehn reichsten Menschen der Welt gewählt. Mit einem geschätzten Vermögen von 25,4 Milliarden Dollar ist der Gründer von Aldi Süd im Vergleich zum vergangenen Jahr von Platz zwölf auf Rang zehn aufgerückt - obwohl er laut "Forbes"  inzwischen 100 Millionen Dollar weniger besitzt. Das Interesse an seinem Geld dürfte Albrecht nicht gefallen. Er taucht ungern in der Öffentlichkeit auf. Der 92-Jährige lebt extrem zurückgezogen, es gibt kaum Fotos von ihm.

Der reichste Mann der Welt dagegen zeigt sich öfter: Carlos Slim Helú steht mit einem Vermögen von 69 Milliarden Dollar im dritten Jahr in Folge an der Spitze der "Forbes"-Liste. Damit ist sein Besitz aber im Vergleich zum Vorjahr um fünf Milliarden Dollar geschmolzen. Der 72-jährige Mexikaner besitzt unter anderem Anteile an der Kaufhauskette Saks und am Verlag der New York Times. Er hat sein Geld vor allem mit Unternehmen der Telekommunikationsbranche verdient.

Platz zwei des Rankings belegt Microsoft-Gründer Bill Gates. Der 56-Jährige besitzt demnach 61 Milliarden Dollar, er konnte sein Vermögen innerhalb eines Jahres um fünf Milliarden steigern.

Wie im Vorjahr kommt Investorenlegende Warren Buffett auf Platz drei - obwohl sein Vermögen um sechs Milliarden Euro abgenommen hat. Der 81-Jährige kann sich aber immer noch mit 44 Milliarden Dollar trösten.

Der reichste Europäer ist ein Franzose

Dicht auf Buffett folgt der Franzose Bernard Arnault. Der Chef des Luxusgüterkonzerns LVMH, zu dem auch das Modelabel Louis Vuitton gehört, besitzt laut "Forbes" 41 Milliarden Dollar. Platz fünf belegt Amancio Ortega. Der Spanier verdient sein Geld ebenfalls mit Mode, er gründete das Modelabel Zara. Sein Reichtum wird auf 37,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Oracle-Chef Larry Ellison schaffte es auf Platz sechs. Der Software-Unternehmer hat 36 Milliarden Dollar angehäuft. Ihm folgt der Brasilianer Eike Batista mit 30 Milliarden Dollar.

Stefan Persson zeigt, dass man mit günstigen Produkten reich werden kann. Der Chef von H&M belegt mit einem Vermögen von 26 Milliarden Dollar Platz acht. Auf Platz neun kommt der Geschäftsmann Li Ka-shing aus Hongkong. Seinen Besitz gibt "Forbes" mit 25,5 Milliarden Dollar an.

BMW-Aktionärin Susanne Klatten rutscht ab

Weitere Deutsche landen in der Liste eher abgeschlagen. Auf Platz 32 sind mit 17,8 Milliarden Dollar Berthold Albrecht und Theo Albrecht junior, ebenfalls Mitglieder des Aldi-Clans. Versandhändler Michael Otto kommt mit 17,6 Milliarden Dollar auf Platz 34. Abgestiegen ist BMW-Großaktionärin Susanne Klatten. Sie rutschte von Platz 44 im Vorjahr auf Platz 59. Ihr Vermögen schmolz demnach um 1,6 Milliarden auf 13 Milliarden Dollar.

Mit 425 Milliardären führen die USA unverändert die "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Erde an. Russland verdrängte in diesem Jahr China (ohne Hongkong) vom zweiten auf den dritten Platz. Die meisten Milliardäre, nämlich 78, leben in Moskau. New York und London folgen mit 58 beziehungsweise 39 Superreichen.

Laut "Forbes" gibt es weltweit 1226 Dollarmilliardäre, und damit 16 mehr als im Vorjahr. Im Schnitt besitzt jeder von ihnen 3,7 Milliarden.

mmq/Reuters
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