"Forbes"-Ranking Reichste Chinesen steigern Vermögen um 100 Milliarden Dollar

Nur in den USA leben mehr Superreiche: Die Zahl der Milliardäre ist in China von 79 auf 128 gestiegen. Zusammen kommen sie auf ein Vermögen von 423 Milliarden Dollar. An der Spitze des "Forbes"-Rankings stehen ein Getränkemagnat und der Chef einer Internet-Suchmaschine.

AFP

Shanghai - Chinas Wirtschaft wächst so schnell, dass die Notenbank vor kurzem sogar die Leitzinsen erhöht hat. Das Ziel ist, eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern. Dennoch boomt die Volksrepublik wie kein anderes Land auf der Welt.

Das zeigt auch ein neues Ranking des US-Magazins "Forbes". Darin werden die 400 reichsten Chinesen aufgelistet. Sie kommen in diesem Jahr auf ein Vermögen von 423 Milliarden Dollar, im Vorjahr waren es 314 Milliarden. Auch die Zahl der Milliardäre stieg deutlich - von 79 auf 128. In China leben damit nach den USA, wo 400 Menschen ein Vermögen von über einer Milliarde Dollar haben, die meisten Superreichen.

Platz eins der Reichenliste belegt der Chef des Softdrink- und Milchproduktekonzerns Wahaha, Zong Qinghou. Das Vermögen des 65 Jahre alten Zong beläuft sich demnach auf acht Milliarden Dollar.

Zweitreichster Chinese ist laut "Forbes" der Chef und Mitgründer der Suchmaschine Baidu, Robin Li. Sein Vermögen verdoppelte sich demnach seit 2009 auf 7,2 Milliarden Dollar, der 44-Jährige stieg von Platz 14 auf den zweiten Rang auf. Baidu profitierte dabei enorm vom Streit des konkurrierenden US-Suchmaschinen-Giganten Google mit der chinesischen Regierung. Der Konzern hatte die Selbstzensur seiner Seite beendet, sein Angebot für das Festland eingestellt und bietet nun nur noch einen Dienst in Hongkong an.

Drittreichster Chinese ist Liang Wengen, 53-jähriger Mitgründer des Maschinenbauers Sany. Sein Vermögen schätzt "Forbes" auf 5,9 Milliarden Dollar. Die Nummer eins des vergangenen Jahres hingegen stürzte auf Platz zehn ab: Das Vermögen des Gründers des Autobauers BYD, Wang Chuanfu, beläuft sich laut "Forbes" noch auf 4,25 Milliarden Dollar. Grund für den Absturz waren demnach unter anderem Lieferschwierigkeiten von BYD.

cte/AFP



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