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22. Mai 2017, 14:58 Uhr

Autobauer in der Krise

Ford wechselt Unternehmensführung aus 

Tesla, Uber und Co. machen den Urgesteinen der Autoindustrie schwer zu schaffen. Ford hat dem bisher wenig entgegenzusetzen. Unternehmenschef Mark Fields muss dafür nun die Verantwortung übernehmen.

Ford-Chef Mark Fields muss den Spitzenposten beim zweitgrößten US-Autohersteller räumen. Nachfolger wird Jim Hackett, der bislang für die Entwicklung von Zukunftstechnologien wie selbstfahrenden Autos zuständig ist.

Das teilte der Konzern in Michigan mit. Fields, der den Automobilhersteller nur drei Jahre lang gesteuert hatte, geht den Angaben zufolge in den Ruhestand.

Das Ford-Management steht wegen der schwachen Entwicklung des Aktienkurses unter Druck. Dieser war während Fields Amtszeit um fast 40 Prozent gesunken. Zudem soll es Spannungen innerhalb der Konzernführung geben. Im Kampf um Innovationen geraten die etablierten Branchengrößen wie Ford und General Motors (GM) zunehmend gegenüber Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley ins Hintertreffen.

Mittlerweile hat der Elektroautobauer Tesla die Großkonzerne trotz seines insgesamt minimalen Marktanteils beim Börsenwert überholt. Auch der Fahrdienst-Vermittler Uber, der noch gar nicht an der Börse gelistet ist, wird von Investoren deutlich höher bewertet als die Urgesteine der US-Autoindustrie. Beim letzten Aktionärstreffen von Ford musste sich das Management deutliche Kritik anhören.

ssu/dpa

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