Chefwechsel bei Ford Mark Fields ersetzt Konzern-Retter Alan Mulally

Bisher wurde nur spekuliert, jetzt ist es amtlich: Ford bekommt noch im Juli einen neuen Chef. Mark Fields, bisher verantwortlich für das Tagesgeschäft, folgt auf Alan Mulally. Der hatte den US-Autobauer vor der Insolvenz bewahrt.   

Mark Fields: Der in New York geborene Manager wird neuer Ford-Chef
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Mark Fields: Der in New York geborene Manager wird neuer Ford-Chef


Detroit/Hamburg - Der zweitgrößte Autobauer der USA, Ford, steht kurz vor einem Wechsel an der Konzernspitze. Der 53-jährige Mark Fields, bislang bei Ford für das Tagesgeschäft verantwortlich, werde den 68-jährigen Unternehmenschef Alan Mulally am 1. Juli ablösen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Damit bestätigt Ford nun offiziell einen Bericht des "Wall Street Journal" von vergangener Woche.

Mulally gehörte zu den Aushängeschildern in der Autoindustrie. Anders als die US-Konkurrenten General Motors und Chrysler kam Ford unter seiner Führung ohne staatliche Hilfen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Zudem war der Ex-Boeing-Manager Mulally einer der wenigen Top-Automanager, die nicht aus der Branche kamen. Mulally stand seit 2006 an der Ford-Spitze.

"Alan wird verdientermaßen für eine der erfolgreichsten unternehmerischen Trendwenden der Geschichten lange im Gedächtnis bleiben", erklärte der Aufsichtsratschef Bill Ford. Mulally hatte während seiner Amtszeit zehntausende von Stellen gestrichen, ein gutes Dutzend schlecht laufender Werke geschlossen und unrentable Tochterunternehmen abgestoßen - darunter die beiden britischen Nobelmarken Jaguar und Land Rover sowie den schwedischen Autobauer Volvo.

Schon lange wurde über die Nachfolge von Mulally spekuliert

Ende 2012 hatte Ford noch erklärt, dass Mulally den Konzern "bis mindestens Ende 2014" führen werde. Damals wurde Fields vom Leiter des Amerika-Geschäfts zum Vorstand für das operative Geschäft (COO) befördert - ein Karrieresprung, den Branchenkenner als Vorbereitung für den Chefposten werteten. Fields ist seit 1989 bei Ford.

Um den Jahreswechsel galt Mulally als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Microsoft-Chef Steve Ballmer. Angesichts der Spekulationen stellte er im Januar klar, beim zweitgrößten US-Autobauer zu bleiben. Microsoft wird seit Februar von Satya Nadella geführt.

mhu/dpa/AFP



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peterkamm-mueller 01.05.2014
1. Dr.No
Ford steht tatsächlich gut da, das muss man zugeben. Auch in Deutschland verkaufen sich Fords wohl wieder besser. Was von anderen amerikanischen Marken (GM, Chrysler) wohl nicht behauten werden kann. Was bei der geboteten Qualität und den uralten Motoren auch kein Wunder ist.
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