Französischer Ölkonzern Total schließt Milliardendeal mit Iran

Der französische Total-Konzern steht vor dem ersten Großauftrag eines westlichen Energiekonzerns in Iran seit Aufhebung der Sanktionen. Der Vertrag hat ein Volumen von fast fünf Milliarden Dollar.

Öl- und Gasplattform in Iran
AFP

Öl- und Gasplattform in Iran


Es ist das erste große Geschäft, das ausländische Konzerne in Iran seit Aufhebung der Sanktionen im vergangenen Jahr abschließen wollen. Dabei geht es um die Entwicklung des riesigen Gasfelds South Pars, wie das iranische Ölministerium am Sonntag mitteilte. Ein entsprechender Vertrag soll demnach am Montag unterzeichnet werden.

Hauptpartner für den Deal ist demnach der französische Ölkonzern Total. Auch Totals Projektpartner China National Petroleum Corporation (CNPC) und Petropars sind dem Ministerium zufolge mit von der Partie. Total hält 50,1 Prozent an dem Gasfeld South Pars, CNPC hält 30 Prozent und der iranische Petropars-Konzern 19,9 Prozent.

Die Entwicklung des Gasfelds begann in den Neunzigerjahren. Total war einer der größten Investoren in Iran, bis gegen das Land 2006 Sanktionen wegen dessen Nuklearprogramm verhängt wurden. Diese wurden mittlerweile weitgehend aufgehoben, nachdem die Regierung in Teheran 2015 ein Atomabkommen mit mehreren Großmächten geschlossen hatte. Das Land ist der drittgrößte Produzent in der Organisation erdölexportierender Länder (Opec).

Total hatte eine Weiterentwicklung von South Pars beschlossen, die bis zu fünf Milliarden Dollar kosten wird. Der Konzern wollte den Vertrag schon vor einigen Monaten unterzeichnen, wartete aber ab, ob die US-Regierung unter Donald Trump neue Sanktionen beschließen würde. Total-Chef Patrick Pouyanné hatte im Juni angedeutet, dass sein Unternehmen eine Milliarde Dollar in Iran investieren wolle. Iran hofft, dass der neue Vertrag weitere ausländische Unternehmen ins Land locken und die Öl- und Gasproduktion ankurbeln wird.

nck/Reuters



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