Fukushima-Betreiber Tepco erhält 6,7 Milliarden Euro Staatshilfe

Der japanische Staat stockt seine Hilfe für Tepco deutlich auf: Die Fukushima-Betreiberfirma bekommt weitere 6,7 Milliarden Euro. Hintergrund sind die massiven Entschädigungen, die der Konzern zahlen muss.


Tokio - Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, erhält weitere Milliarden an Staatshilfen. Die Regierung beschloss am Montag zusätzliche Hilfen in Höhe von 689,4 Milliarden Yen (6,7 Milliarden Euro), damit der angeschlagene Konzern die massiven Entschädigungszahlungen leisten kann.

Damit beläuft sich die Summe der bewilligten Steuergelder bereits auf mehr als 1,5 Billionen Yen. Tepcos Überleben als unabhängiges Unternehmen steht seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011, bei dem das AKW Fukushima Daiichi schwer beschädigt wurde, in Frage.

Der Konzern sieht sich mit riesigen Entschädigungszahlungen, Aufräumkosten sowie steigender Kosten für Ersatzbrennstoffe konfrontiert. Großkunden von Tepco sollen deswegen ab April 17 Prozent mehr zahlen. Kritiker fordern jedoch, dass das Unternehmen zuerst mehr Anstrengungen aufbringen müsse, intern Kosten zu sparen.

cte/dpa



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Antiautor 13.02.2012
1. Fortschritte?
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDer japanische Staat stockt seine Hilfe für Tepco deutlich auf: Die Fukushima-Betreiberfirma bekommt weitere 6,7 Milliarden Euro. Hintergrund sind die massiven Entschädigungen, die der Konzern zahlen muss. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,814866,00.html
Von den im Artikel erwähnten Aufräumarbeiten ist über die Live- Cam nichts zu sehen. Seit Monaten stehen die Kräne still, nach der Abdeckung von Block 1 mit Zeltplanen scheint nichts weiter passiert zu sein. Ich habe den Verdacht, dass unter der Plane die Radioaktivität so angestiegen ist, dass an da nicht mehr rein kann. Aber man hört ja nix.
Dumpfmuff3000 13.02.2012
2. Volks- und betriebswirtschaftliche Bilanzen von Atomkraft
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDer japanische Staat stockt seine Hilfe für Tepco deutlich auf: Die Fukushima-Betreiberfirma bekommt weitere 6,7 Milliarden Euro. Hintergrund sind die massiven Entschädigungen, die der Konzern zahlen muss. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,814866,00.html
Geil, Tepco bekommt Milliarden um Entschädigungen "zahlen" zu können. Sowas taucht natürlich in keiner Betriebsbilanz eines Atomkraftwerkes auf. Deswegen: Atomstrom, billiger geht nicht. Ommmmm!
peterm8s 13.02.2012
3. Bilanzen...
Zitat von Dumpfmuff3000Geil, Tepco bekommt Milliarden um Entschädigungen "zahlen" zu können. Sowas taucht natürlich in keiner Betriebsbilanz eines Atomkraftwerkes auf. Deswegen: Atomstrom, billiger geht nicht. Ommmmm!
Wieso sollten die Zahlungen der japanischen Regierung zur Erhaltung des Konzerns in der Betriebsbilanz anderer KKWs auftauchen? Bloß mal zum Vergleich: In Deutschland wird die doppelte Summe dieses Jahr allein für Solardachstromsubventionen bezahlt. Bei minimalem Wert des erzeugten PV Stroms, der wegen seines unsteten Charakters kein einziges anderes Kraftwerk ersetzen kann und durch den nicht eine einzige Tonne CO2 eingespart wird. (durchschnittliche EEG Vergütung für Solarstrom 2012: 37 cent/kWh Wert des erzeugten Stromes: ca 5-6 cent/kWh) In Japan wird dadurch ein Firmenkollaps verhindert, in Deutschland wird dadurch Vermögensumverteilung auf eine Million Hausbesitzer grün bemäntelt.
vostei 13.02.2012
4. yup
Zitat von Dumpfmuff3000Geil, Tepco bekommt Milliarden um Entschädigungen "zahlen" zu können. Sowas taucht natürlich in keiner Betriebsbilanz eines Atomkraftwerkes auf. Deswegen: Atomstrom, billiger geht nicht. Ommmmm!
Zumal es mit Fukushima die Zentren und Wirkungsstätten der Eliten nur periphär tangiert, man stelle sich vor es hätte eine Anlage im Südwesten des Landes getroffen - da wären die inzwischen 10 Milliarden so richtig harte Peanuts, die Vorspeise sozusagen... - die paar Bauern, Fischer und Industriearbeiter - die sind - soifzt - eher noch billig.
litholas 13.02.2012
5. ...
Zitat von peterm8sWieso sollten die Zahlungen der japanischen Regierung zur Erhaltung des Konzerns in der Betriebsbilanz anderer KKWs auftauchen? Bloß mal zum Vergleich: In Deutschland wird die doppelte Summe dieses Jahr allein für Solardachstromsubventionen bezahlt. Bei minimalem Wert des erzeugten PV Stroms, der wegen seines unsteten Charakters kein einziges anderes Kraftwerk ersetzen kann und durch den nicht eine einzige Tonne CO2 eingespart wird. (durchschnittliche EEG Vergütung für Solarstrom 2012: 37 cent/kWh Wert des erzeugten Stromes: ca 5-6 cent/kWh) In Japan wird dadurch ein Firmenkollaps verhindert, in Deutschland wird dadurch Vermögensumverteilung auf eine Million Hausbesitzer grün bemäntelt.
In Deutschland bekommt man dafür sauberen Strom, in Fukushima verseuchte Erde.
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