Satellitenprogramm Galileo OHB verliert gegen Airbus und Thales

Der Satellitenbauer OHB hat offenbar den Bieterwettbewerb um die zweite Generation der GPS-Alternative Galileo verloren. Die Entscheidung gegen die Bremer Firma war laut Zeitungsberichten eindeutig.
Simulation eines Galileo-Satelliten

Simulation eines Galileo-Satelliten

Foto: dpa/dpaweb

Die Entscheidung der EU-Kommission für die zweite Generation des Galileo-Programms ist zugunsten von Airbus und Thales Alenia Space gefallen. Das berichten die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und das »Handelsblatt« übereinstimmend. Das deutsche Unternehmen OHB galt bislang eigentlich als wahrscheinlicher Kandidat für den Zuschlag für die europäische GPS-Alternative.

Das Auftragsvolumen liegt laut Insidern im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Bei der Entscheidung zugunsten von Airbus und Thales haben offenbar keine nationalen Gründe den Ausschlag gegeben. Entscheidend sei die Bepunktung durch eine Jury unter dem Dach der European Space Agency (Esa), berichten Insider. Es sei eine klare Entscheidung unter den drei Wettbewerbern gewesen, hieß es in Kommissionskreisen. Die ersten Satelliten sollen 2024 ins All gebracht werden.

Eine offizielle Bestätigung seitens der EU gab es zunächst nicht. Die Kommission wird dem Vernehmen nach ihre Entscheidung voraussichtlich erst Ende Januar bekannt geben. Ein OHB-Sprecher sagte dem »Handelsblatt«, ihm sei bislang keine Entscheidung aus Brüssel bekannt.

ssu
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