Kleinanleger gegen Hedgefonds GameStop-Aktienkurs stürzt ab

Nach dem steilen Aufstieg folgt nun der schnelle Absturz: Die Aktien des US-Videospielehändlers GameStop büßen zeitweise zwei Drittel ihres Werts ein.
GameStop-Filiale in Kalifornien

GameStop-Filiale in Kalifornien

Foto: Kirby Lee / AP

Die Aktien von GameStop verlieren den zweiten Tag in Folge massiv an Wert. Am Dienstag verloren die Anteilsscheine der angeschlagenen US-Handelskette für Computerspiele zeitweise rund zwei Drittel an Wert. Am frühen Nachmittag New Yorker Zeit erholte sich die Aktie wieder etwas und lag mit einem Kurs von knapp 110 Dollar noch rund 50 Prozent im Minus. Bereits am Montag war die GameStop-Aktie mit einem Minus von rund 30 Prozent aus dem Handel gegangen.

GameStop-Aktienkurs

Dennoch ist GameStop an der Börse immer noch weit mehr wert als noch zu Beginn des Jahres, als eine Aktie rund 18 Dollar kostete. Doch dann trieb eine konzertierte Aktion von Privatanlegern, die sich im Internet etwa auf dem Reddit-Forum WallStreetBets organisieren, den Kurs steil nach oben – bis er am 27. Januar mit knapp 350 Dollar um mehr als das 17-Fache zugelegt hatte.

Möglich war das, weil Hedgefonds mit Leerverkäufen auf einen Niedergang des Unternehmens gewettet hatten – durch den plötzlich ansteigenden Kurs aber gezwungen waren, selbst GameStop-Aktien nachzukaufen. Einer der beteiligten Hedgefonds hat dabei offenbar mehr als die Hälfte seines Vermögens verloren.

Daraufhin stoppten einige Handelsplattformen zeitweise die Möglichkeit, die Papiere zu kaufen, und bremsten so den Kursanstieg ab. Inzwischen ermittelt die US-Justiz, ob es sich hierbei um unerlaubte Absprachen zwischen Hedgefonds, Handels- und Webplattformen gehandelt haben könnte.

Dass der Kurs nun wieder fallen würde, war abzusehen. Viele der Kleinanleger haben ihre hohen Gewinne realisiert, indem sie die Aktien wieder verkauften. Dennoch bleibt GameStop immer noch deutlich über dem Kursniveau des Jahresbeginns.

fdi
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