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28. Juli 2014, 11:44 Uhr

Gammelfleischskandal

McDonald's-Filialen in China verkaufen nur noch Fischburger

In China nimmt McDonald's den Bic Mac von der Speisekarte: Einige Filialen der Fast-Food-Kette haben das Angebot wegen des Gammelfleischskandals auf Fischgerichte reduziert. Schilder an den Kassen weisen Kunden auf die eingeschränkte Auswahl hin.

Peking - Der Gammelfleischskandal um den Zulieferer Husi Food erregt in China großes Aufsehen. Der Imageschaden für Huhn- und Rinderprodukte wiegt schwer. Daraus hat McDonald's Konsequenzen gezogen: In manchen chinesischen Filialen gibt es derzeit keine Bic Macs mehr.

Nach Angaben der Fast-Food-Kette haben die Filialen in China alle Produkte der Husi Gruppe seit Freitag aus dem Angebot genommen. "In der Folge bieten wir derzeit ein reduziertes Menü in unseren Restaurants an", teilte McDonald's mit. Die Filialen in China seien in unterschiedlichem Ausmaß von den Einschränkungen betroffen. Nun werde das Netzwerk der Lieferanten ausgeweitet. "Einige Restaurants werden im frühen August wieder die komplette Auswahl anbieten, bei anderen könnte es ein wenig länger dauern", heißt es in der Mitteilung weiter. McDonald's entschuldigte sich bei den Kunden für die Unannehmlichkeiten.

So waren in Peking am Montag weder Hühnchen- noch Rind- oder Schweinefleischburger mehr zu haben, sondern nur noch Fischgerichte. Schilder an den Kassen wiesen die Kunden auf das reduzierte Angebot hin. Auch in Shanghai gebe es derzeit weder Rind- noch Hühnerfleischprodukte, sagte ein Mitarbeiter des Lieferservices von McDonald's.

McDonald's in Japan stoppt Hähnchenimporte aus China

In Shanghai hatten die Behörden vor gut einer Woche eine Fabrik des Fleischlieferanten Husi Food wegen Hygienebedenken geschlossen. In der Fabrik war abgelaufenes Fleisch mit frischem vermischt und an McDonald's und andere Fast-Food-Ketten wie Kentucky Fried Chicken geliefert worden. Außerdem war Ware mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum umetikettiert worden. Inzwischen wurden in Zusammenhang mit dem Skandal fünf Menschen festgenommen.

Als Reaktion auf die Ereignisse stoppte der japanische Zweig von McDonald's in der vergangenen Woche alle Hähnchenfleischimporte aus China. Auch in Hongkong setzte die Schnellimbisskette den Verkauf von Hähnchenfleischprodukten vorerst aus.

Husi Food wird nun auch von seinem amerikanischen Mutterkonzern belastet. Der OSI Group liegen nach eigener Auskunft mittlerweile Erkenntnisse vor, dass Husi Qualitätsstandards nicht eingehalten habe. Dies habe eine noch laufende interne Untersuchung ergeben, sagte OSI-Manager David McDonald vor Journalisten in Shanghai. Er kündigte zugleich erhebliche Änderungen im China-Geschäft an. Dazu gehöre auch ein Austausch hochrangiger Führungskräfte.

bos/AFP/Reuters

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