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10. Januar 2017, 10:35 Uhr

Hannover

Sparda-Bank verweigert Annahme von Münzen

Die Banken haben mit Münzgeld viel Arbeit - deshalb ist es bei ihnen unbeliebt. Die Sparda-Bank Hannover handelt nun radikal.

Kunden der Sparda-Bank Hannover können Münzen nur noch in zwei von 25 Filialen einzahlen. Das bestätigte eine Sprecherin des Instituts der "Bild"-Zeitung. Zur Begründung hieß es, Münzgeld spiele für die rund 220.000 Privatkunden "eine immer kleinere Rolle". Es mache nur ein Prozent der 2016 eingezahlten Summe aus.

Auch für andere Bankkunden wird es immer schwieriger, ihre Münzen loszuwerden. Viele Geldhäuser verlangen bereits Gebühren für die Einzahlung.

Das liegt auch an einer EU-Verordnung, die Anfang 2015 in Kraft trat. Sie verpflichtet Banken dazu, Münzen mithilfe neuer Geräte auf Falschgeld zu prüfen. Die Kosten für den Aufwand geben viele Institute an ihre Kunden weiter.

Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen, kritisierte die Entscheidung der Sparda-Bank. "Geld ist Geld", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Ob als Schein oder als Münze - es muss mein Recht als Verbraucher sein, es zur Bank bringen zu können!"

kig/dab

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