Geldspritze Fannie Mae und Freddie Mac benötigen bis zu 215 Milliarden mehr

Fast 150 Milliarden Dollar hat die US-Regierung bereits in Freddie Mac und Fannie Mae gesteckt. Laut einem Stresstest reicht das aber noch lange nicht: Die maroden Immobilienfinanzierer benötigen in den kommenden Jahren bis zu 215 Milliarden Dollar vom Staat - zusätzlich.
Hausverkauf in den USA: Freddie Mac und Fannie Mae sind ein Fass ohne Boden

Hausverkauf in den USA: Freddie Mac und Fannie Mae sind ein Fass ohne Boden

Foto: MARIO ANZUONI/ REUTERS

Washington - Fannie Mae und Freddie Mac benötigen zum Überleben viele weitere Milliarden aus Steuergeldern. In den kommenden drei Jahren müsse die US-Regierung bis zu 215 Milliarden Dollar für die beiden Immobilienfinanzierer aufbringen, teilte die zuständige US-Regulierungsbehörde FHFA mit. Die Untergrenze des zusätzlichen Finanzbedarfs bezifferte sie auf 73 Milliarden Dollar.

Fannie Mae

Freddie Mac

Bislang hat die US-Regierung bereits 148 Milliarden in und gesteckt, die seit September 2008 unter staatlicher Aufsicht stehen. Die Zahlen zum erwarteten Finanzbedarf sind das Ergebnis von Stresstests, welche die FHFA nach Richtlinien der US-Notenbank Fed anstellte. Mit vergleichbaren Tests hatte die Fed bereits die finanzielle Überlebensfähigkeit von 19 US-Großbanken getestet.

Die neuen Gelder sind demnach vor allem wegen ausbleibender Hypothekenzahlungen überschuldeter Hauskäufer nötig. Die US-Regierung hatte die beiden Institute im Jahr 2008 vor dem Zusammenbruch gerettet. Dieser hätte wahrscheinlich den Kollaps des gesamten US-Markts für Immobilienkredite nach sich gezogen.

fdi/dpa