Gendergerechte Sprache Audi-Mitarbeiter werden zu »Audianer_innen«

»Vorsprung beginnt im Kopf«: Unter diesem Motto empfiehlt Audi laut der »Augsburger Allgemeinen« seinen Mitarbeitern, ab sofort gendergerechte Sprache zu verwenden. Der Mutterkonzern Volkswagen prüft ähnliche Schritte.
Audi-Produktion in Ingolstadt (Archivbild)

Audi-Produktion in Ingolstadt (Archivbild)

Foto: DPA

Beim Autohersteller Audi soll künftig in gendergerechter Sprache kommuniziert werden. Das berichtet die »Augsburger Allgemeine« . Entsprechende Richtlinien wurden demnach ein Jahr lang von einer Projektgruppe ausgearbeitet und gelten seit dem 1. März in der internen und externen Kommunikation.

In einem Dokument mit dem Titel »Vorsprung beginnt im Kopf« würden verschiedene Möglichkeiten aufgezählt, heißt es in dem Bericht weiter. So können sowohl Begriffe verwendet werden, die das Geschlecht unsichtbar machen – etwa neutrale Bezeichnungen, Partizipformen oder Passivkonstruktionen – als auch eine Variante, die alle Geschlechter sichtbar macht. Dafür wird Audi-Mitarbeitern empfohlen, den sogenannten Gendergap zu nutzen – und etwa »Audianer_innen« zu schreiben.

»Wertschätzung, Offenheit, Verantwortung und Integrität sind die Basis unserer Unternehmenskultur, dies machen wir auch in unserer Sprache deutlich«, sagte Personalchefin Sabine Maaßen der »Augsburger Allgemeinen«. Der Audi-Mutterkonzern Volkswagen  nutzt dem Bericht zufolge zumindest in der Kommunikation nach außen bislang keine genderneutrale Sprache. Einer VW-Sprecherin zufolge werde derzeit geprüft, »wie sich diversitysensible Sprache nachhaltig umsetzen lässt«. Man wolle eine Lösung erarbeiten, die auf breite Akzeptanz stößt.

dab/AFP