Siemens-Rivale General Electric setzt Pensionszuschüsse für 20.000 Mitarbeiter aus

Schwache Geschäftszahlen, hohe Kosten und ein Schuldenberg machen dem US-Konzern General Electric zu schaffen. Nun erhalten Zehntausende Mitarbeiter im Ruhestand vorerst keine Zuschüsse mehr.

Mitarbeiter in einem Werk von General Electric in Frankreich: Der Konzern sitzt auf einem Schuldenberg
SEBASTIEN BOZON / AFP

Mitarbeiter in einem Werk von General Electric in Frankreich: Der Konzern sitzt auf einem Schuldenberg


Der US-Industrieriese General Electric (GE) Chart zeigen hat die Pensionspläne von rund 20.000 Mitarbeitern eingefroren - das heißt: Sie bekommen ab dem Jahr 2021 keine Zuschüsse mehr für ihre betriebliche Altersvorsorge. Mit der Maßnahme will der Konzern Kosten sparen und seine gigantischen Schulden senken. Die Finanzverschuldung soll um vier bis sechs Milliarden Dollar nach unten gehen.

Bereits seit 2012 nimmt GE keine neuen Mitglieder in den Pensionsfonds mehr auf. Die neuen Maßnahmen treffen nun auch jene Mitarbeiter, die bisher noch auf weiter fließende Zuschüsse für ihre Rente hoffen konnten. Rentner, die bereits Leistungen beziehen, sollen von den Kürzungen nicht betroffen sein.

Mitarbeitern soll Abfindung statt künftigen Auszahlungen angeboten werden

GE steckt seit Jahren in Schwierigkeiten. Der Siemens-Rivale leidet an schwachen Geschäften, hohen Abschreibungen, einem teuren Konzernumbau und einem hohen Schuldenberg. 2018 war der Konzern nach 110 Jahren aus dem Aktienindex Dow Jones geflogen. Nach der Ankündigung einer Abschreibung in Milliardenhöhe in der kriselnden Kraftwerksparte tauschte das Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Vorstandschef aus.

Der aktuelle Personalchef Kevin Cox sprach nun von insgesamt schwierigen Entscheidungen. Rund 100.000 früheren Mitarbeitern, die bisher noch keine Pension aus dem Fonds beziehen, soll eine Abfindung ihrer Ansprüche gegen eine Einmalzahlung angeboten werden.

Die GE-Aktionäre können sich über die Entscheidungen freuen: Der Aktienkurs legte vorbörslich leicht zu.

kko/dpa-AFX

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